Pro Hetzendorf will Lärmschutzwand!

Genervt vom Lärm sind die Menschen, die in Hörweite der Bahnstrecke in ihren Häusern leben.
  • Genervt vom Lärm sind die Menschen, die in Hörweite der Bahnstrecke in ihren Häusern leben.
  • Foto: Pro Hetzendorf
  • hochgeladen von Silke Mitteregger

Pro Hetzendorf-Chef Franz Schodl wirft ÖBB und Stadtpolitik schwere Versäumnisse vor und vermutet sogar politisch motivierte Motive bei der (Nicht-)Umsetzung der Maßnahmen zum Schutz der Anwohner vor dem Bahnlärm.

Das Wohnviertel Hetzendorf wird von zwei Eisenbahn-Hochleistungsstrecken durchkreuzt: Einerseits von der Südbahn und zum anderen von der Verbindungsbahn, letztere soll schon bald vom Lainzer Tunnel entlastet werden.
So wie andere Bahnstrecken in Wien, erhielt auch die Südstrecke Lärmschutzwände. Und zwar von der Favoritner Bezirksgrenze bis zum Meidlinger Bahnhof sowie im Liesinger Abschnitt. Bisher nicht berücksichtigt wurde hingegen die ebenfalls stark befahrene Dammtrasse durch Hetzendorf. „Und das, obwohl tausende Bewohner bis hinauf zum Rosenhügel vom Lärm der Güter- und Personenschnellzüge beinträchtigt werden“, regt sich Pro Hetzendorf-Bezirksrat Franz Schodl auf.

Viertel politisch falsch gefärbt
„Seit über 20 Jahren reagieren die Verantwortlichen im Rathaus und bei den ÖBB auf eingebrachte Anträge und Anfragen mit Ausreden und leeren Versprechen. Und das, ohne einen Zeitraum für die Maßnahmen zu nennen“, so Schodl. Er vermutet, dass der Lärmschutz weniger nach objektiven Kriterien, sondern eher politisch motiviert vergeben wird. „Hetzendorf war schon immer schwarz, rote Bezirke werden bevorzugt“, so seine Erklärung.

Votava: „Kein politisches Kalkül“
„Dass dahinter, wie Herr Schodl vermutet, politisches Kalkül steckt (welches sollte dies auch sein?), halte ich für sehr weit hergeholt“, richtet Bezirksvorsteherin Gabriele Votava via BZ aus. „ Es ist richtig, dass die besagten Lärmschutzwände schon seit vielen Jahren für die Bezirksvertretung ein Thema darstellen“, erklärt sie. Die MA 22 (Umwelt) habe aber nach Rücksprache mit den ÖBB mitgeteilt, dass die Ergebnisse der entsprechenden Lärmuntersuchungen bald vorliegen werden.

Ergebnisse in 6 Monaten erwartet
Für ganz Wien wurde ein Konzept erstellt, um herauszufinden, wo Schallschutz notwendig ist. Diese Prioritätenliste wird sukzessive abgearbeitet. Darin wird festgestellt, ob beim Lärm bestimmte Grenzwerte überschritten werden und welche Maßnahmen dagegen getroffen werden können. „In etwa sechs Monaten werden die Ergebnisse der ÖBB für Hetzendorf vorliegen“, gibt Wolfgang Khutter von der MA 22 Auskunft. „Alle Betroffen, die Anspruch auf Lärmschutz haben, werden ihn erhalten“, ist Khutter überzeugt.
Franz Schodl vertraut dem nicht so ganz: „Meine Bürgerinitiative wird bei diesem Thema nicht locker lassen,“ verspricht er.

Autor:

Silke Mitteregger aus Wieden

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.