Streit um einen Kreisverkehr

Viel Verkehr: Genug Platz für einen Kreisverkehr sei vorhanden, so die ÖVP-Politiker Ernst Zlabinger und Peter Schuster (l.).
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  • hochgeladen von Karl Pufler

MEIDLING. Die Altmannsdorfer Straße ist eine der meistbefahrenen Routen in den Süden – und natürlich auch aus dem Süden nach Wien. Der tägliche Stau legt Zeugnis davon ab.

In Zukunft wird der Verkehr an dieser Route noch stärker werden, sind sich die ÖVP-Bezirksräte Ernst Zlabinger und Peter Schuster sicher: An der Sagedergasse werden zurzeit um die 200 Wohnungen gebaut. Auch weiter südlich sind neue Bauten bereits in Überlegung. "Und der Ausbau von Boehringer Ingelheim bedeutet rund ein Dutzend mehr Lastfahrzeuge täglich auf der Altmannsdorfer Straße", so Zlabinger.

Der Bezirkspolitiker sieht zwei Probleme: Wenn Laster von der Grünbergstraße zu Boehringer Ingelheim kommen, können sie nur über einen Umweg durchs Wohngebiet hin zum Pharmakonzern abbiegen. "Zweitens gibt es auf dem Weg von Liesing nach Schönbrunn nur zwei Möglichkeiten links abzubiegen: bei der Sagedergasse und dann wieder bei der Wienzeile", so Zlabinger.

Patentlösung Kreisverkehr

Das sei vor allem für die Bewohner in der Sagedergasse unzumutbar, so Peter Schuster. Denn alle, die in die Breitenfurter Straße wollen, müssen diese Route wählen.

"Eine sinnvolle und einfache Lösung wäre ein Kreisverkehr an der Kreuzung zwischen der Altmannsdorfer und der Breitenfurter Straße", so Schuster: "Platz genug wäre dafür sehr wohl vorhanden." So könnte der Verkehr in der Sagedergasse verringert werden. Auch die Laster für Boehringer könnten hier ihre "Schleife" machen, um direkt zum Pharmakonzern zu gelangen.

Zu wenig Platz

Dem widerspricht Wolfgang Zorko (SPÖ), Vorsitzender der Verkehrskommission. Bei einer Ortsverhandlung wurde ein diesbezüglicher Antrag der ÖVP-Meidling von den Verkehrsexperten abgelehnt. Zorko gibt auch zu bedenken, dass die Straße hier vier Fahrstreifen breit ist. Dementsprechend muss auch ein Kreisverkehr mit der gleichen Anzahl von Spuren angelegt werden. Nur so kann die Menge an Autos ohne allzu großen Stau hier durchfahren.

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Dazu kommt noch, dass hier eine Straßenbahn quert. Aus Sicherheitsgründen müsste deshalb auch für den Kreisverkehr eine Ampelregelung eingeführt werden. In Summe wäre dann ein Verteilerkreis in einer Dimension notwendig, der in der Größe etwa dem in Favoriten entspricht. "So viel Platz ist einfach nicht vorhanden", so Zorko.

Autor:

Karl Pufler aus Favoriten

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