Lokales
Wie Frauen Wien veränderten

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Im Museum der Heizkultur Brennpunkt wurde eine Sonderausstellung zu Ehren der Arbeiterinnen in der Vergangenheit und Gegenwart eröffnet

MEIDLING. Das Brennpunkt – Museum für Heizkultur feiert mit der Sonderausstellung „Plan B – Wie Frauen die Welt veränderten“ das zehnjährige Bestehen. Mit dieser Ausstellung will das Museum die Rolle der Frau in der Vergangenheit ins Zentrum rücken. Anhand von verschiedenen Themenbereichen wird gezeigt, wie Frauen das Leben in der Stadt vielseitig veränderten. Sie setzten sich für verbesserte Arbeitsbedingungen ein, für einen Ausbau der städtischen Wasserversorgung, aber auch für Zulassungen für Bildungseinrichtungen. Die Ausstellung blickt zurück in eine nahezu unvorstellbare Zeit, in der das weibliche Geschlecht trotz fehlendem Wahlrecht und vielen anderen Verboten die Geschichte der Stadt bis heute mitgeprägt haben. Die früheren meist anonymen Pionierinnen der Stadtentwicklung, entwarfen aus der gesellschaftlichen Not heraus einen Plan B für eine langfristige Entwicklung und legten damit den Grundstein für die hohe Lebensqualität in Wien.

Das heutige Leben der Frauen

Die Ausstellungsstücke wurden in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Nationalbibliothek, dem Wien Museum und einigen Privatpersonen zusammengestellt. Neben den historischen Blick zeigt die von Gudrun Ratzinger kuratierte Ausstellung auch einen aktuellen Blick auf das alltägliche Leben der Frauen in der Großstadt. In den Bereichen Arbeiten, Lernen und Wohnen, Netzwerksbildung zur Versorgung und Entsorgung aber auch Freizeitgestaltung, Kunst und Kultur werden Portraits von Frauen gezeigt. In kurzen Audiosequenzen erzählt jede von ihnen eine ganz individuelle Geschichte und wird somit zum Sprachrohr der zumeist anonymen Menschen. Es werden berufliche Aspekte als auch Einblicke in das Privatleben beleuchtet. Die einstigen Pionierinnen sollen der gegenwärtigen Stadtbevölkerung als Vorbild dienen. Sie sollen den Menschen Mut machen, sich am Stadtleben aktiv zu beteiligen und wie die Frauen von damals, ihre Spuren für die Zukunft hinterlassen.

Zehnjähriges Jubiläum

Ein beachtlicher Andrang herrschte bei der Eröffnung der mittlerweile fünften Sonderausstellung des Museums der Heizkultur. 45.000 Personen hatten das Museum in den letzten zehn Jahren besucht, wobei auf Schülergruppen ein besonderer Wert gelegt wird. Die Eröffnungsreden für die Jubiläumsausstellung hielten Klaus Zimmel, der Leiter für das Bau- und Gebäudemanagement der Stadt Wien, Gerhard Glinzerer, der Präsident des Fördervereins Brennpunkt, die Kuratorin der Ausstellung Gudrun Ratzinger und Waltraud Karner-Kremser, die in Vertretung für Wohnbau- und Frauenstadträtin Kathrin Gaál die Ausstellung eröffnete. Für die Besucher wurde eine Wand errichtet, wo sie ihre Ideen für die Stadt Wien in der Zukunft mitteilen können. Die Ausstellung befindet sich im Brennpunkt – Museum der Heizkultur in der Malfattygasse 4 und läuft bis zum 20. Februar 2020.

Autor:

Martin Jelicic aus Döbling

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