19.01.2018, 17:38 Uhr

Ein wahres Schmuckstück in Wien Meidling

ist das Portal eines Miethauses in Meidling. (1914)

Für die Fassadengestaltung seines eigenen Wohn- und Familienhaus in Wien 12, Schönbrunner Straße 264 wählte Neuwirth eine üppige, teilweise aber auch überraschend eigenwillige Formensprache. Im Aufbau blieb die Fassade mit den beiden Erkervorbauten und der übergiebelten Mitte konventionellen Prinzipien treu. Üppiger, großformatiger Akanthusdekor bedeckt Teile der Giebelfläche, Schmuckmotive zieren applikenhaft die Parapetfelder der Fenster. Der Fassadendekor entspricht einer damals gemäßigt modernen Formensprache, die den dekorativen Anspruch nicht vernachlässigte. Ungewöhnlich, für Wiener Verhältnisse fremdartig, ist dagegen die Umrahmung des Eingangsportales ausgefallen: auf gedrungenen Säulen spielen Knabenputti mit großen geschuppten Fischen, eingerollter Akanthus und ein Dekor aus Halbkugeln umgeben ein großes, querliegendes Oval zwischen den beiden Skulpturengruppen. Motivik und gedrungene, kompakte Formgebung beinhalten eine Tendenz zu einer „Nationalromantik, ohne aber die Nationalität preiszugeben“ (Achleitner).
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