22.06.2017, 08:58 Uhr

Nur noch schöne Kulisse: Das Ratschkybad

Schmuckstück, aber nur noch Kulisse: Hinter der schön renovierten Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes aus den 1920ern befindet sich jetzt ein Wohnhaus

Das ehemalige Meidlinger Tröpferlbad in der Ratschkygasse 26 wurde zum Wohnhaus umfunktioniert.

MEIDLING. Das städtische Volksbad wurde zwischen 1924 und 1925 nach Plänen von Josef Bittner gemeinsam mit Hubert Gessner und Adolf Stöckl auf einer Grundfläche von 844 Quadratmetern erbaut.

Das Gebäude mit seiner Giebelfassade im späten Heimatstil verfügt über eine Höhe von 18 Metern und ist mit zahlreichen Reliefs – Molchen und Fröschen – verziert. Das Vestibül war mit rotem Marmor ausgekleidet, dort befand sich auch ein Wandbrunnen mit einem Steinrelief von Badenden.

Noch in den 1990ern wurden zahlreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, im Jänner 2006 wurde es wegen eines Wasserschadens bis auf Weiteres geschlossen und bald zum Verkauf ausgeschrieben. Erworben hat das seit 1993 denkmalgeschützte Töpferbad eine Miteigentümergesellschaft.

Das Architektenteam "proportion" übernahm mit Anfang 2015 die Sanierung und den Umbau des Tröpferbades in ein Wohnhaus. In Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt wurden Fassade, Dachform und Stiegenhaus in ihrer Form erhalten.

20 Wohnungen

Die kleinen Fenster wurden durch großzügige hofseitige Öffnungen kompensiert. Der Umbau ist nun beendet. Hinter der denkmalgeschützten Fassade warten nun 20 moderne Wohnungen zwischen 50 und 110 Quadratmetern auf ihre Mieter.

Übrigens: Schwimmbecken gab es hier auch früher keines, dafür aber Einzel- und Gemeinschaftsbrausen, eine Sauna, eine Dampfkammer und in späteren Jahren auch ein Solarium, all das auf einer Gesamtnutzfläche von rund 1.685 Quadratmetern.
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