22.07.2017, 00:00 Uhr

Verbindungsbahn S80: Anrainer befürchten Nachteile bei Stranzenbergbrücke

Probeparken: Bei der Stranzenbergbrücke testen die ÖBB wie viel Platz die Züge für die neue Haltestelle brauchen werden. (Foto: Bunke)

Stranzenberggasse: Anrainer befürchten Verzögerung der 62er-Bim durch neue Buslinien. Die ÖBB und Wiener Linien beruhigen: Noch ist nichts fix.

MEIDLING. (cb). Bis zum Jahr 2025 haben die ÖBB einiges vor. Für die S80 – auch Verbindungsbahn genannt – wird die Strecke erneuert und soll in Zukunft teilweise in Hochlage fahren. Außerdem bekommt die S-Bahn weitere Haltestellen dazu, mit Umstiegsmöglichkeiten zum Bus- und Tramverkehr.

Geplant sind die neuen Stationen an der Hietzinger Hauptstraße und unter der Stranzenbergbrücke, die bereits bestehende Haltestelle in Speising wird verlegt und ebenfalls neu gebaut. An der Hetzendorfer Straße sollen auch neue Umsteigemöglichkeiten für die Buslinien 56A, 56B und 58A entstehen. Diese treffen nicht nur auf Zustimmung.

Angst vor Stau

"Da muss man genau schauen, dass der Verkehr auf der Brücke nicht durch die zusätzlichen Haltestellen beeinträchtigt wird", meint zum Beispiel Bezirksrat Franz Schodl von der Partei "Pro Hetzendorf". Die Brücke sei jetzt schon stark befahren.

Nun fürchtet Schodl, dass durch die Neuerung der querende Verkehr in der Hetzendorfer Straße zu einem Stau führen könne. Vor allem die Straßenbahnlinie 62 könnte so vermehrt unter Verspätungen leiden. Tatsächlich seien die Planungen dazu noch in einem frühen Stadium, heißt es vonseiten der Wiener Linien. Das Projekt sei zurzeit in der Vorplanung und die Haltestellenpositionierung noch in Diskussion.

"Da wird es verkehrstechnische Untersuchungen und Adaptierungen geben. Sollten neue Haltestellen auf der Brücke entstehen, wird man sich die gesamte Verkehrsführung anschauen müssen", so Johanna Griesmayr von den Wiener Linien.

Tieflage gefordert

Auch über die Führung der zukünftigen Trasse wird diskutiert. In Hietzing fordert die FPÖ eine Tieferlegung. "Das ist aus technischen Gründen nicht möglich", so ÖBB-Sprecherin Juliane Pamme. "Unter anderem gibt es einen Konflikt mit dem Lainzer Tunnel." Man müsse auf einen sorgsamen Umgang mit Steuergeldern achten, deshalb werde es keine Tieferlegung geben.

Problem Querungen

Ein Knackpunkt sind auch die Querungen der S-Bahn. Die ÖBB wollen möglichst alle Schranken auflösen. So kommt bei der Auhofstraße eine Straßenunterführung und bei der Hietzinger Hauptstraße ebenfalls. Bei der Speisinger Straße soll eine Gehwegunterführung als barrierefreier Zugang zur Haltestelle Speising entstehen.

Was mit den im Moment noch bestehende Querungen an der Veitingergasse, Jagdschlossgasse und Versorgungsheimstraße passiert, ist noch Verhandlungssache. In Hietzing befürchtet man eine Zweiteilung des Bezirks.

Zur Sache

Infos für Anrainer: Die ÖBB planen Informationsveranstaltungen zu den Plänen. Genaue Termine gibt es noch nicht. Schon jetzt kann man sich online informieren: infrastruktur.oebb.at/verbindungsbahn
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