28.10.2017, 00:00 Uhr

Wien-Meidling: Fasst endlich den Pinkler!

Seit etwa drei Jahren urinieren Unbekannte in die Stiegenhäuser des Gemeindebaus in der Spittelbreitengasse 23, bevorzugt auf die Stiegen 30 bis 32.

Spittelbreitengasse: Seit Jahren uriniert ein Unbekannter in die Stiegenhäuser.

MEIDLING. Alle paar Wochen müssen die Mitarbeiter von Wiener Wohnen verstärkt zum Putzfetzen und Wischmopp greifen. Denn dann hat wieder der unbekannte Pinkler zugeschlagen.

Frau K. wohnt in dem Gemeindebau und kennt das Problem, will ihren Namen aber nicht in der Zeitung lesen: "Sonst pinkelt der vielleicht noch auf meine Türmatte, weil er sich ärgert. Man weiß ja nicht, wer das ist." Sie vermutet, wie andere auch, dass es sich um "Notfälle" handelt: "Möglicherweise ist es ein Zeitungsausträger, die kommen ja immer sehr zeitig in der Früh, wenn noch alle schlafen. Ich weiß ja nicht, wie lange die unterwegs sind, aber vielleicht verspürt er ja gerade bei uns immer wieder ein Bedürfnis, sich zu erleichtern."

Das Problem sei, dass viele einen Schlüssel haben, um ins Stiegenhaus zu gelangen.

Täter ist nicht zu fassen

Die Polizei hat keine gesetzliche Handhabe gegen den Täter. Klar, schließlich müsste man den Übeltäter auf frischer Tat ertappen, was bislang noch nicht gelungen ist. Und Fahndungen haben auch noch zu keinem Ergebnis geführt.

Warum er sich ausgerechnet den Gemeindebau in der Spittelbreitengasse aussucht, weiß auch niemand. "Vermutlich, weil die Stiegen gleich an der Straße liegen", so Frau K. Aber auch auf anderen Stiegen fanden sich bereits Urinlacken und Fäkalienhaufen in Kellernischen und sogar im Aufzug.

Kameras nicht möglich

Auch Wiener Wohnen sind die Hände gebunden. "Wir ärgern uns genauso wie die Mieterinnen und Mieter. Auch unsere Mitarbeiter, die den Schmutz beseitigen müssen, tun uns leid", so Renate Billeth von Wiener Wohnen. "Wir sind auf die Mithilfe der Bewohner angewiesen. Wir appellieren an alle, mögliche Beobachtungen bei uns zu melden."

Kameras dürften nicht montiert werden. "Das verstößt gegen den Datenschutz", so Billeth. Auch wäre es sinnlos, auf drei Stiegen eine Überwachung zu installieren, denn dann würde der Täter einfach die Stiegen wechseln.

Allerdings hat Wiener Wohnen verstärkt Ordnungshüter in dem betroffenen Meidlinger Gemeindebau eingesetzt und hofft, den Täter so zu erwischen.
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