24.01.2012, 20:05 Uhr

Lärmschutzwände: Erfolg für Hetzendorf

Für durchgehende Lärmschutzwände: „Pro Hetzendorf“-Chef Franz Schodl kämpft gegen den Bahnlärm.
Schutz vor der Beschallung durch die Bahn: Darauf warten die Hetzendorfer schon seit Jahren.

Wenn man im Sommer die Fenster geöffnet hat, hört man die Züge“, meint Anrainer Robert S. Und tatsächlich: Obwohl die Jägerhausgasse rund 200 Meter von den Bahngleisen entfernt ist, ergibt eine Messung der bz vor Ort fast 70 Dezibel, als eine Schnellbahn vorbeifährt.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann schon eine langfristige Lärmbelastung über 55 Dezibel (Geräuschpegel einer belebten Straße) Ursache für Herzinfarkte sein.

Schallschutz bis Wundtgasse
„Der Schall wird hinaufgetragen, weil der Bahndamm erhöht ist“, erklärt Bezirksrat Franz Schodl. Er kämpft mit seiner Bürgerliste „Pro Hetzendorf“ schon lange für Lärmschutzwände entlang der Südbahn. Die sollen jetzt auch kommen. Ursprünglich sei aber auf einem kleinen Abschnitt auf der westlichen Seite der Bahn – also in Richtung der Siedlung Jägerhausgasse – kein Schallschutz vorgesehen gewesen, meint Schodl. Den Wunsch nach einem beidseitigen Lärmpuffer habe der Bezirk schließlich Ende des Jahres per Brief geäußert, sagt Bezirkschefin Gabriele Votava (SP).
Die Stadt Wien und die ÖBB planen nun „Lärmschutzwände entlang der Südbahn zwischen Altmannsdorferstraße und Wundtgasse“, weiß Wolfgang Khutter von der MA 22 (Umweltschutzabteilung). Und zwar auf beiden Seiten und durchgehend.

Zur Sache: Der Plan für Hetzendorf
Mit den Lärmschutzwänden werden die Grenzwerte (55 Dezibel nachts, 65 am Tag) eingehalten. Eine Vereinbarung kommt 2012, die Umsetzung ist offen.

Höhe: zwischen 2 und 2,5 Meter.
Wo? Altmannsdorfer Straße – Wundtgasse, Kleingartensiedlung Rosenhügel – Atzgersdorferstraße.
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