03.11.2017, 14:57 Uhr

125 Jahre Kapsch: Kofferradios und ein Telefon fürs Bezirksmuseum Meidling

Kari Kapsch, Chief Operating Officer der Kapsch Group, und Vladimira Bousska, Leiterin der Bezirksmuseums Meidling mit einem Kofferradio "Privileg". (Foto: Arnold Burghardt)

125 Jahre Kapsch, 125 Jahre Meidling bei Wien: Das doppelte Jubiläum nahm das Meidlinger Technologieunternehmen zum Anlass für ein Geschenk ans Bezirksmuseum.

MEIDLING. Schulgruppen gehören zu den regelmäßigen Besuchern des ältesten Bezirksmuseums Wiens in der Längenfeldgasse 13-15. Bei den Vitrinen mit alten Telefonapparaten sei das Staunen dann immer groß, sagt Museumsleiterin Vladimira Bousska. "Die Kinder können sich unter diesen Geräten gar nichts mehr vorstellen."

Dabei ist die Telefon- und Radioproduktion sehr eng mit dem 12. Bezirk verbunden, denn seit 105 Jahren hat das Unternehmen Kapsch hier seinen Sitz. 1892 war das Unternehmen im 7. Bezirk gegründet worden, das heute Projekte in mehr als 44 Ländern auf allen Kontinenten plant und umsetzt. "Kapsch hat zur richtigen Zeit auf die richtigen Trends gesetzt", sagt Kari Kapsch, Chief Operating Officer der Kapsch Group, über den Erfolg des Unternehmens. "Sei es nun damals die Telekommunikation gewesen, Radio- und Fernsehtechnik oder heute die Digitalisierung."

Doppeltes Jubiläum

Heuer feiert Kapsch nun 125 Jahre, ebenso wie Meidling die 125-jährige Zugehörigkeit zu Wien feiert. Denn 1892 waren Ortschaften Altmannsdorf, Gaudenzdorf, Hetzendorf, Ober- und Unter-Meidling sowie Neumargareten eingemeindet worden. Zum doppelten Jubliäum überreichte Kari Kapsch dem Bezirksmuseum neue Exponate.

Kofferradio "Capri" damals und heute

1958 kam mit dem Kofferradio "Capri" das erste Transistorradio Österreichs auf den Markt, das zum Jubiläum neu interpretiert wurde. Ein Exemplar gibt es nun im Bezirksmuseum zu sehen. "Dieses Radiogerät ist ein Symbol der Italienreise in den 50ern gewesen", erklärt Bousska.

Daneben überreichte Kapri Kapsch dem Museum auch ein Radiogerät der Marke "Privileg" sowie einen Telefonapparat aus den 80ern. Beides Geräte, an die sich auch Bezirksvorsteherin Gabriele Votava (SPÖ) gerne erinnert. "So ein Kofferrradio haben meine Eltern auch gehabt. Bis zum Ableben meines Vaters war es Bestandteil unserer Wohnung."

Unternehmen mit sozialer Verantwortung

Darüber hinaus war das Unternehmen Kapsch auch ein Teil der persönlichen Sozialisation der Bezirkschefin. "Wenn ich diese Geräte sehe, denke ich auch an meine Schwiegermutter, die über 30 Jahre bei Kapsch in der Galvanik gearbeitet hat und dort Betriebsrätin war. Sie hat mir viel von der Arbeit erzählt. Damals haben die Leute sogar Firmenpensionen bekommen, das war nicht selbstverständlich!" Am Unternehmen Kapsch schätze sie noch heute die soziale Verantwortung, die das Unternehmen gegenüber der Mitarbeiter zeige, sagt Votava.

Zur Sache: Kapsch

Kapsch feiert 125 Jahre. Ursprünglich gegründet im 7. Bezirk hat das Familienunternehmen nun aber schon seit 105 Jahren seinen Sitz in Wien-Meidling. Kapsch ist heute in den Bereichen Intelligente Verkehrssysteme (IVS) sowie Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) tätig. Mittlerweile besteht Kapsch aus vier Schlüsselgesellschaften: Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom, Kapsch PublicTransportCom und Kapsch BusinessCom.
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