TAG 3: Unsere Woche als Veganer. Ein Online-Tagebuch des Bezirksblätter-Teams.

Tag 3: Melanies Mandelmilch: How to produce.
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Heute, Donnerstag, ist Tag 3 des Experiments. Hier finden Sie das Online-Tagebuch unserer drei Testpersonen: Echte Fleischesser und Dessert-Liebhaber die volle 7 Tage auf alle tierischen Produkte verzichten werden.

Drei Mitarbeiter der Bezirksblätter Melk stellen sich einer besonderen Aufgabe: Sie wollen eine volle Woche lang ohne alle tierischen Produkte auskommen. Kurz gesagt, sie konvertieren für diesen Zeitraum zum Veganismus.

Heißt: Kein Fleisch, keine Wurst, keine Milch, kein Schlagobers, keine Eier, kein Joghurt – für den Normal-Esser also eigentlich relativ wenig. Und doch ist diese Ernährungsform für immer mehr Menschen die Normalität.

Wir testen, wo und wie man vegan essen kann, was man kocht und wie schwierig das Einkaufen ist. Und wo immer möglich verzichten wir natürlich auch auf tierische Produkte in unserer Kleidung – wobei wir uns für diesen Test keine komplett neue Garderobe zulegen werden, so ehrlich muss man sein.

Hier finden Sie das ONLINE-TAGEBUCH der Teilnehmer, jeden Tag mit neuen Eindrücken. Viel Spaß!

TAG 3

DONNERSTAG, 21. März 2013

MELANIE GRUBNER
Gestern Abend gabs bei mir Vogerl- und Rucolasalat mit Knoblauch-Senfdressing und Jourgebäck, völlig ausreichend nach so einem Mittagsmahl, das uns Marlene einige Stunden zuvor kredenzt hat.
Heute morgen hab ich mir Mandelmilch fürs Müsli gemacht, man hat zwar danach einige Dinge abzuwaschen, die Produktion an sich dauert aber nur gute 20 Minuten und zahlt sich wirklich aus, im Müsli schmeckt man kaum einen Unterschied zu Kuhmilch, wobei pur natürlich schon Welten dazwischen liegen. Aber ich wills ja fürs Müsli und hierfür kann ich selbstgemachte Mandelmilch nur empfehlen! Ein super Frühstück!

Mittags hat diesmal Christian gekocht, ein schnelles und schmackhaftes Mahl hat er uns bereitet, der Herr Redakteur, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Abends gabs bei mir klare Gemüsesuppe, und dann kam der Heißhunger. Ich hab leider nicht vorgesorgt und keine kohlenhydratreichen "Füllmaterialen" zuhause, und so musste ich mich mit einem Margerine-Semmerl und ein paar Oliven begnügen, welche meine geschundene Veganerseele leider nicht zufrieden stellen konnten, meine Stimmung war gereizt und ich war immer noch hungrig, daher bin ich früh schlafen gegangen.

CHRISTIAN TRINKL
Gleich mal ein Hinweis zu Beginn: Wer im Melker Merkur das Soja Schlagobers (ja, sowas gibt es) sucht, sollte NICHT zum Soja-Kühlregal gehen, wo man laktosefreie Milch und Sojabutter findet, sondern bei den Marmeladen suchen. Hätte mir das jemand gesagt, hätte ich wieder 15 Minuten Lebenszeit gespart. Aber gut, man soll nicht in der Vergangenheit leben.

Heute morgen gab's kein Frühstück, da ich bereits um 9 Uhr einen Termin in Loosdorf bei Fanreport hatte. Dort war man so nett mir einen Kaffee anzubieten. Und voller Stolz verkünde ich, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben einen "Schwarzen" ausgetrunken habe. Die letzten Tage war das eine echte Überwindung, heute schmeckt mir der Kaffee ohne Milch doch schon recht gut.

Mittags begab ich mich in die Küche um für meine Mitstreiterinnen zu kochen. Es gab eine der Hauptzutaten für Veganer: Nudeln. Dazu gut abgeschmecktes Gemüse und fruchtige Tomatensauce (einmal "a la Mama" und einmal feurig-scharf "a la Felix"). Da sich jeder eine zweite Portion nahm, gehe ich davon aus, dass es gemundet hat. Oder alle Esser vor mir Angst hatten. Wir auch immer: Wir haben aufgegessen.

Und auch einen Nachtisch gab's. Im Schweiße meines Angesichts habe ich gestern abend ein veganes Erdbeer-Tiramisu gemacht. Streng nach Anweisung meiner veganen App aus dem App-Store mischte ich Sojaschlagobers, das übrigens in seiner Urform starke Ähnlichkeit mit Kittmasse hat, mit Sojajoghurt und geriebener Bio-Zitronen-Schale (wofür ich mir extra eine Zitronen-Reibe gekauft habe, nur so nebenbei). Das ganze dann mit passierten Erdbeeren und Zwieback geschichtet und mit Kakaopulver bestreut.

Optisch fast eine Sensation, hoffte ich inständig, dass der Geschmack wenigstens erträglich sein würde. Und siehe da: Unverhofft kommt oft. Es war wirklich gut. Leicht, luftig, frisch, fruchtig, nicht zu süß. Der Zwieback herrlich weich, ganz so wie Biskotten im Tiramisu. Diese Nachspeise bleibt auch nach der veganen Woche auf meinem Kochzettel.

Jetzt geht's nach Hause und es gibt vor dem Fernser nur noch was fürs Gemüt: Schleckpulver mit Traubenzucker-Stäbchen. Eine Reise zurück in die Kindheit. Ob das an den drei veganen Tagen liegt oder am kommenden Frühling weiß ich noch nicht.

Aber ich find's raus ...

Hier geht's zum Tagebucheintrag TAG 2

Wies weitergeht findet ihr hier!

Autor:

Melanie Grubner aus Melk

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