12h Konzert wider Gewalt und Vergessen

Sara Wolfsberger & Matthias Koch
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An gleich drei Orten in Melk wurde am Sonntag insgesamt 12 Stunden lang musiziert.

MELK. (MG.) Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins MERKwürdig, der sich um die Pflege der KZ-Gedenkstätte Melk und die Aufarbeitung der Lagergeschichte kümmert, wurde jedem der rund 14.400 ehemaligen im Melker Konzentrationslager inhaftierten Häftlingen drei Sekunden Musik gewidmet. Die Veranstaltung setzt somit ein Zeichen "Wider Gewalt und Vergessen." Warum es den Besuchern ein Anliegen war, dabei zu sein, wollten die BEZIRKSBLÄTTER von ihnen wissen. Christine Trost-Schraml sieht es als Pflicht jedes Einzelnen, die Ereignisse die auch hier in Melk stattgefunden haben, nicht zu vergessen. Birgit Zöchling findet die Idee der 3 Sekunden Musik für jeden Häftling toll, außerdem ist sie begeistert von den vielfältigen musikalischen Darbietungen. Werner Raubek ist es wichtig sich immer wieder zu erinnern, um niemals zu vergessen, was passiert ist. Gerhard Baumgartner empfindet das Konzert als wunderbare Möglichkeit den schrecklichen Ereignissen zu gedenken. Auch Georg Zöchling empfindet die Veranstaltung, trotz des traurige Grundes, als wunderschön. Grudrun Emsenhuber und Eva Obermüller ist es eine Herzensangelegenheit dabei zu sein: "Die Aktion gefällt uns gut!" Doris Schellenbacher findet die Veranstaltung toll und meint es sei ein leichtes daran teilzunehmen und man setze damit ein Zeichen, was ihr gefällt. Simon Plener erinnert: "Melk hat das erlebt und man sollte es nicht vergessen!"
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KOMMENTAR
Es geht ja nicht um den bösen Fingerzeig. Wenn es um die Aufarbeitung der Nazizeit geht, wird von manchen gefordert, man solle die Vergangenheit ruhen lassen. Man wisse nicht wie man selbst gehandelt hätte, wäre man damals dabei gewesen. Stimmt. Doch ruhen lassen, wäre falsch. Es geht nicht um Schuld. Es geht ums Erinnern. Um Respekt. Erinnern, damit es nie wieder passiert. Respekt für die, denen ihre Würde geraubt wurde. Das hat das 12h Konzert auf wundersame Weise vollbracht. Mit musikalischen Darbietungen wurde "Wider Gewalt und Vergessen" so schön gefeiert, dass Melk noch lange davon reden wird.

Autor:

Melanie Grubner aus Melk

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