Bezirk Melk: Kompetente Hilfe für zerrüttete Familien

Barbara Schogger, Regina Geiger und Roland Helmuth Richter wollen "Fremdunterbringungen" möglichst verhindern.
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BEZIRK MELK (CR). Immer wieder sind Familien derart zerrüttet und Kinder so gefährdet, dass sich das Jugendamt einschalten muss. Die Frage, die sich dann stellt, ist: Kann das Kind bei der Familie bleiben oder muss es "fremduntergebracht" werden?
Da kommt dann die seit Juni in Melk vertretene "Sozialpädagogische Familienhilfe" ins Spiel und versucht zu retten, was noch zu retten ist.

Familie Stabilität geben
"Wenn das Jugendamt findet, dass eine Familie Unterstützung braucht, dann versuchen wir, diese Familie zu stabilisieren", wollen Roland Helmuth Richter und seine Kolleginnen, Regina Geiger und Barbara Schogger, eine Fremdunterbringung möglichst abwenden.
Gemeinsam mit Sozialarbeitern und der betroffenen Familie wird geplant, wie das Familienleben wieder in geregelte Bahnen geleitet werden kann. Die Betroffenen unterzeichnen einen Vertrag über ein halbes Jahr bis Jahr, in dem konkrete Maßnahmen festgeschrieben werden.
"Was wir oft antreffen, sind Überforderung, Vernachlässigung, aber auch Fälle von Gewaltausübung", so Richter. Dementsprechend fundiert sind Ausbildung und bisherige Erfahrung der drei Sozialpädagogen, die meist ein Mal wöchentlich ihre Klienten besuchen und mit ihnen arbeiten. "Jeder von uns betreut rund sechs bis acht Familien im ganzen Bezirk Melk", rechnet Geiger vor.

Bei Alltäglichem helfen
"Wir müssen am Anfang einmal Vertrauen schaffen, dann sehen wir uns gemeinsam mit den Klienten an, wo die Probleme sind", helfen Richter und seine Kolleginnen etwa durch Tipps zur Alltagsbewältigung und schaffen Klarheit in den Familienverhältnissen.
"Ein wichtiger Teil ist die Netzwerkarbeit", sagt Barbara Schogger. Vernetzung erfolgt mit allen Institutionen, die ebenfalls mit der betroffenen Familie zu tun haben, so z.B. mit den Schulen.
Dass nun auch ein Büro in Melk eröffnet wurde, hängt laut Regina Geiger nicht zuletzt damit zusammen, dass die Heimunterbringung die teuerste Methode ist, um Familien zu stabilisieren.
"Der Familienbegriff hat sich gewandelt, die Arbeit vor Ort mit den Familien ist sicher nachhaltiger und noch dazu billiger", erklärt Regina Geiger.

Stimme:
"Wir sind für die Familien da. So kurz wie möglich, so lange wie nötig."
Roland Helmuth Richter

Zur Sache:

Der Verein "Rettet das Kind" existiert seit 1956 und wurde im Zuge der Flüchtlingswelle nach dem Ungarn-Aufstand gegründet. Seit 1991 gibt es die "Sozialpädagogische Familienhilfe", die einen Teilbereich von "Rettet das Kind" darstellt.

Autor:

Christian Rabl aus Melk

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