Die lange Nacht der Kirchen 2012

Am 1. Juni findet in ganz Österreich die „Lange Nacht der Kirchen“ als ökumenische Initiative statt. Im Bereich der Diözese St. Pölten bzw. in West-Niederösterreich zeigen über 50 Kirchen von 17 Uhr abends bis nach Mitternacht ein buntes und weithin auch ungewohntes Bild. Die Kirchen öffnen in dieser fünften „Langen Nacht“ ihre verborgenen Schätze, seien es Führungen auf die Höhen der Türme oder in die Gewölbe der Grüfte, seien es die brausenden Klänge der Orgel oder die die hellen Stimmen der Chöre. Gebete, Lesungen, Meditationen, Informationen, Vorträge und Begegnungen runden die Vielfalt der Angebote ab. Im vergangenen Jahr wurden für die einzelnen Programmpunkte insgesamt etwa 20.000 Teilnehmer gezählt.

"In einer Zeit von vielen Ängsten und Unsicherheiten ausgerechnet in die Dunkelheit zu gehen, ist ein gewagter Schritt“, schreiben Diözesanbischof Klaus Küng und Superintendent Paul Weiland im Vorwort zum diesjährigen Programmheft. Unter dem Motto "Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis" lade die „Lange Nacht der Kirchen“ aber genau dazu ein. „So wie wir als Christen eingeladen sind, in dieser Welt Zeugnis von unserer Hoffnung abzulegen, so dürfen wir in die Dunkelheit der Langen Nacht der Kirchen gehen und dort die Gemeinschaft der Gläubigen, die überraschende Begegnung mit Fremden erleben; vor allem aber die tröstende, bergende Gegenwart Gottes erfahren, auch und gerade in der Dunkelheit.“

Höhepunkte im Bezirk Melk

Die Veranstaltung heißt zwar „lange Nacht“, ist aber für Besucher keinesfalls lang – wie lang-wierig, lang-atmig oder lang-weilig. Vielmehr kann es bei einem Angebot von etwa 240 Programmpunkten in den Kirchen der Diözese sehr kurz-weilig werden. Die Nacht beginnt an den verschiedenen Veranstaltungsorten mit vollem Glockengeläut. In St. Pölten lädt der Dom zum Auftakt um 18.30 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst, bei dem sich verschiedene christliche Konfessionen zusammenfinden, um gemeinsam zu beten und zu feiern.

Das Kindermusical „Das Vier-Farben-Land“ nach dem Buch von Gina Ruck-Pauquèt präsentieren Kinder der Volksschule Persenbeug um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche. Das Stück wirbt für Toleranz und Verständigung. Da Kinder keine Berührungsängste kennen, sind sie vielleicht die besten Botschafter für das christliche Anliegen, Vorurteile und Ausgrenzungen zu überwinden. Um 21.45 führt eine Fackelwanderung von Persenbeug zur „Mutterpfarrkirche“ nach Gottsdorf, wo die Teilnehmer ein Lichterweg in der Kirche und ein Lichterlabyrinth im Freien erwarten.

Musikalisch geht es in der Pfarrkirche von Mank durch die „Lange Nacht“. Um 20 Uhr singt der Herbergsucherchor der Pfarre unter der Leitung von Michaela Hollensteiner „Ohrwürmer – quer durch das Land“. Um 22.00 Uhr erfüllt die Gruppe „Mosaik“ auf Didgeridoos und Trommeln den Kirchenraum auf ungewöhnliche Weise mit besonderer Musik. Ab 22.30 „rockt“ die Kirche mit dem Jugendchor unter der Leitung von Gerti Sieder.
Die Katholische Frauenbewegung (kfb) der Pfarre Mank präsentiert um 21 Uhr ihre Werke zum Sonnengesang des Hl. Franziskus. Die Bilder entstanden in einem Workshop mit der Maltherapeutin und stv. Vorsitzenden der kfb St. Pölten Gisela Grasmann. Dazu ist Gitarrenmusik von Musik-Kinesiologin Monika Baminger zu hören.

Ein abendfüllendes Programm bietet auch die evangelische Erlöserkirche in Melk mit „Ankommen“ um 20.30 Uhr, „Singen“ um 21.00 Uhr, „Hören“ um 21.45 Uhr, „Reden“ um 22 Uhr, „Stillsein“ um 22.20 Uhr, einem „Lucernarium“ – einer Lichtfeier – um 22.30 Uhr und einer Agape zum Ausklang um 23.00 Uhr.

Wann: 01.06.2012 17:00:00 Wo: Bezirk Melk, 3390 Melk auf Karte anzeigen
Autor:

Christian Trinkl aus Niederösterreich

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