Achtung Satire
Die Melker und die Geschenksuche

Machen Sie es wie Santa Claus und machen Sie eine Liste.
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  • hochgeladen von Daniel Butter

BEZIRK. Die Melker befinden sich im "Last-Minute-Wahn". Das "Mysterium Weihnachten" verlangt besonders den grauen Zellen wieder alles ab. Was bekommt wer, wo finde ich diese Sachen und gibt es jemanden der mir nichts wert ist? Diese und noch viele weitere Fragen schwirren nun in den Köpfen herum. Doch bevor Sie sich vom Löwenpark bis zum B1 Center "abrennen", sollten Sie diese (fast) ernst gemeinte Checklist durchgehen, um heuer doch mal das richtige Geschenk für Schwiegermama und Co. zu ergattern.

1. Schenken Sie nichts doppelt
Zuallererst führen Sie alle zu Beschenkenden in einer Liste an. Warum? Wie fühlt es sich an wenn die eigene Mutter kommt und sich beschwert, warum sie "nur" ein Samsung um 899 Euro bekommen hat und die Schwiegermutter aber das neue IPhone um 900 Euro. Der Vorwurf, dass man einem nichts wert ist, ist somit schnell da. Also lieber eine Liste führen, auf doppelte Geschenke achten und so der Erklärungsnot entgehen.

2. Denken Sie an letztes Jahr
Gut, alle Namen sind nun notiert, jetzt geht es ans Eingemachte. Dabei lohnt sich ein Rückblick auf die letzten Jahre. Wer hat was geschenkt? Was war es wert (also bargeldmässig)? War es auch zu gebrauchen? Damit kommen wir zu Punkt drei.

3. Wer ist mir was wert
Denn jetzt kann man den Spieß umdrehen. Socken um einen Euro? Na ja, vom Onkel ist auch nicht mehr gekommen. Ein Weihnachtsstern für Oma? Hätte sie sich letztes Jahr bemüht, würde heuer mehr rausspringen. Oh je, mein Bruder hat mir letztes Jahr nichts geschenkt? Kein Problem, das Gleiche kann man auch ein Jahr später zurückschenken.

4. Die Finanzierungsphase
Jetzt hat man seine Liste gründlich überprüft, und weiß, wer was bekommt. Damit beginnt der schlimmste Teil dieser Liste: Wie wird das alles finanziert? Sollte man auf eine Endsumme kommen, die das normale Monatsgehalt (oder gar das Weihnachtsgeld) überschreitet, sollte man wieder zu Punkt zwei zurückkehren und den einen oder anderen Namen auf der Liste genauer unter die Lupe nehmen. Ist dies nicht der Fall, Gratulation, Sie haben es zu Punkt fünf geschafft.

5. Pläne übern Haufen werfen
Jetzt könnten Sie sich auf die Socken machen und alle Geschäfte abklappern (es kommt ja in der Regel selten vor, dass man alles in einem Geschäft findet) auf der Suche nach den Geschenken. Könnten. Müssen Sie aber nicht. Hat die Mama nicht schon im Kindesalter gesagt "des schenste Gschenk kummt vo Herzn"? Na ja, man soll seiner eigenen Mutter ja nicht widersprechen, also "Back to the roots" und ran an die Bastelsachen. Selbst gebackene Kekse kommen natürlich auch gut an, auch wenn sie eigentlich vom Nachbarn sind. Und ist das schönste Geschenk nicht sowieso, dass man gerade zu Weihnachten in der Familie feiert? Und bevor man ein Burn-out vom Einkaufsstress bekommt, ist es gesünder zu sagen: "Das schönste Geschenk ist doch meine Anwesenheit."

Machen Sie es wie Santa Claus und machen Sie eine Liste.
Entgehen Sie dem Advent-Stress und schenken Sie Persönliches.

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