Gesundheitsversorgung
Erstes Gesundheitsnetzwerk ab April 2020

v.l.n.r.: Dr. Kurt Weissenborn - Praktischer Arzt, Ulrike Königsberger-Ludwig – Landesrätin, Martin Eichtinger - NÖGUS-Vorsitzender und Landesrat, DI Norbert Fidler – Mitglied des Landesstellenausschusses der ÖGK, Gerhard Karner – Bürgermeister Texingtal und 2. Landtagspräsident
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NÖ/BISCHOFSTETTEN. "Heute dürfen wir Ihnen landesweit das erste Gesundheitsnetzwerk präsentieren", eröffnet NÖGUS Vorsitzender Martin Eichtinger. An den sieben Standorten Bischofstetten, Hürm, Kilb, Kirnberg, Mank, St. Leonhard und Texingtal sind ab 1. April 2020 Verbesserungen in der medizinischen Versorgung über ein gemeinsam verwaltetes Netzwerk geplant.

Gesundheitsprofis vor Ort

Dr. Kurt Weissenborn, Praktischer Arzt und Obmann des Netzwerks, erläutert: "Neben acht zusätzlichen Allgemeinmedizinern sollen auch Psychotherapeuten, Diätologen, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter, Hebammen sowie mobile Dienste und Case- und Care Manager die ländliche Gesundheitsversorgung verbessern."

Wohnortnahe Versorgung

"Unser Ziel ist es, durch das Gesundheitsnetzwerk eine noch bessere, wohnortnahe Versorgung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher im Gesundheitsbereich zu erreichen", erklärt Martin Eichtinger den Beweggrund für das neue Gesundheitsnetzwerk im Melker Alpenvorland.

Umfassende Öffnungszeiten

"Insbesondere möchten wir auf diese Weise die hausärztliche Versorgung ergänzen und längere Öffnungszeiten für die Patientinnen und Patienten sicherstellen", so Eichtinger. Von Montag bis Freitag wird in der Zeit von sieben bis zwölf Uhr an mindestens drei Standorten und von 14 bis 19 Uhr an mindestens zwei Standorten für Patienten geöffnet sein. In der Mittagszeit von Zwölf bis 14 Uhr sind telefonische Bereitschaftsdienste geplant. Dr. Christoph Reisner, Präsident der Ärztekammer für NÖ, zeigt sich erfreut: „Mit dem ersten Primärversorgungsnetzwerk können wir nicht nur rund 16.000 Menschen versorgen, auch die Wege zwischen den Ordinationen sind kurz. Im Schnitt dauert es nur 17 Minuten Fahrzeit, um von einer der sieben Ordinationen zu einer anderen zu gelangen", erklärt er und fährt fort, "dazu kommen Öffnungszeiten von 50 Stunden pro Woche ohne Urlaubsschließung und Bereitschaftsdienste an allen Wochenenden und Feiertagen über das gesamte Jahr hindurch."

Soziale Dienste

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig: "Ich freue mich besonders, dass wir mit dem Netzwerk auch soziale Bereiche abdecken können", erklärt sie die geplanten Sozialarbeiter, "weil wir den Menschen in seiner Gesamtheit sehen und weil sozialarbeiterische Tätigkeiten auch dazu anregen können, dass man vielleicht den Hintergrund einer Krankheit sich gemeinsam anschaut."

Zukunftsweisend

„Die Primärversorgung nach niederösterreichischem Modell ist zukunftsweisend“, sagt Norbert Fidler von der ÖGK. Bis 2021 soll es 14 Gesundheitszentren und -netzwerke geben.
Bisher gibt es bereits Gesundheitszentren in St. Pölten, Böheimkirchen und Schwechat. Das erste Gesundheitsnetzwerk sei ein wichtiger Schritt für eine umfassende und professionelle Gesundheitsversorgung. Das gemeinsame Ziel in Niederösterreich wäre es, die bestmögliche medizinische Versorgung für die Menschen in unmittelbarer Region zu sichern. Bei allen Maßnahmen stünde die Gesundheit jeder und jedes Einzelnen im Mittelpunkt.

Neue Qualitätsstufe

Ing. Norbert Fidler: "Wir haben viel Arbeit und Geld in den Aufbau dieser Versorgungsform investiert, weil die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich damit insgesamt eine neue Qualitätsstufe erreicht und sie den Patientinnen und Patienten eine Vielzahl von Pluspunkten bietet. Wir stellen damit Top-Versorgung auf Kassenkosten bereit. Neben dem Fachpersonal aus dem Bereich Allgemeinmedizin ist ein Team aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen einbezogen. Während der Woche steht in der Region immer eine ärztliche Betreuung zur Verfügung, die Ordinationen sind auch in Randzeiten geöffnet. Durch die neue Arbeitsaufteilung bleibt den Ärztinnen und Ärzten mehr Zeit für ihre Patientinnen und Patienten. Die Wartezeiten sinken, die Vergabe von Therapieterminen wird koordiniert und organisiert. Das Netzwerk entlastet nicht nur Ambulanzen und Spitäler, es ist gleichzeitig auch eine Serviceeinrichtung, die für die Menschen eine Lotsenform im Gesundheitssystem übernimmt. Ich möchte mich bei unseren Partnern, der Ärztekammer für NÖ und dem Land, für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken“, so Fidler weiter.

Neues Angebot in der Region

Bürgermeister Gerhard Karner: „Als regionaler Abgeordneter freue ich mich besonders über das neue Angebot für die Menschen in unserer Region. Das neue Gesundheitsnetzwerk ist für mich auch ein gutes Beispiel dafür, was alles erreicht werden kann, wenn alle betroffenen Akteure und eine gesamte Region an einem Strang ziehen. Durch dieses Miteinander haben wir dieses wichtige Vorhaben zum Wohle der Gesundheit umsetzen setzen können. Daher mein Dank an die Verantwortlichen im Land, bei der Gesundheitskasse und der Ärztekammer, aber auch bei den politischen Vertretern der Standortgemeinden. Besonders möchte ich mich beim Obmann Dr. Kurt Weissenborn und dem gesamten Ärzteteam bedanken“, hält Texingtals Bürgermeister und Zweiter Landtagspräsident Gerhard Karner gemeinsam mit seinen Bürgermeisterkollegen Werner Nolz (Bürgermeister Bischofstetten), Hans-Jürgen Resel (Bürgermeister St. Leonhard am Forst), Manfred Roitner (Bürgermeister Kilb), Martin Leonhardsberger (Bürgermeister Mank), Leopold Lienbacher (Bürgermeister Kirnberg an der Mank) und Johannes Zuser (Bürgermeister Hürm) fest.

Versorgung im ländlichen Raum

„Das neue Gesundheitsnetzwerk ist ein wichtiger Schritt für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Es wird neue Maßstäbe setzen und dazu beitragen, dass die Gesundheitsangebote ausgebaut sowie die Öffnungszeiten verlängert werden. Besonders der multidisziplinäre Ansatz wird es ermöglichen, dass den Menschen vor Ort künftig eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung angeboten wird. Das neue Modell ist eine gute Ergänzung zum bewährten Hausarztsystem“, betont NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

v.l.n.r.: Dr. Kurt Weissenborn - Praktischer Arzt, Ulrike Königsberger-Ludwig – Landesrätin, Martin Eichtinger - NÖGUS-Vorsitzender und Landesrat, DI Norbert Fidler – Mitglied des Landesstellenausschusses der ÖGK, Gerhard Karner – Bürgermeister Texingtal und 2. Landtagspräsident
Martin Eichtinger - NÖGUS-Vorsitzender und Landesrat, Ulrike Königsberger-Ludwig – Landesrätin, DI Norbert Fidler – Mitglied des Landesstellenausschusses der ÖGK, Petra Zuser - design. ÖGK Landesstellenleiterin NÖ, Gerhard Karner - Bürgermeister Texingtal, Werner Nolz - Bürgermeister Bischofstetten, Hans-Jürgen Resel - Bürgermeister St. Leonhard am Forst, Manfred Roitner - Bürgermeister Kilb, Martin Leonhardsberger - Bürgermeister Mank, Leopold Lienbacher - Bürgermeister Kirnberg an der Mank, Johannes Zuser - Bürgermeister Hürm, Dr. Kurt Weissenborn - Praktischer Arzt, Dr. Alexandra Perchthaler - Praktische Ärztin, Dr. Andreas Winter - Praktischer Arzt

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