Es geht um Melks Flut-Wurst

Der Würstelstand von Elisabeth Pfefferkorn am Samstag nach dem Hochwasser: Hier wurde im Vorfeld nichts ausgeräumt.
  • Der Würstelstand von Elisabeth Pfefferkorn am Samstag nach dem Hochwasser: Hier wurde im Vorfeld nichts ausgeräumt.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Melanie Grubner

MELK. "Ich kann nicht verstehen, wie Menschen, die in der Not eigentlich Hilfe und moralischen Beistand geben sollten, sich so schäbig verhalten können", sagt die Betreiberin des Imbissstandes bei der Hubbrücke, Elisabeth Pfefferkorn, und meint damit die Melker Stadtführung.
"Es erfüllt mich mit Schaudern wie einige von ihnen, angefangen beim Häuptling, im Angesicht der Hochwasserkatastrophe mit manchen 'unwichtigen' Mitbürgern umgehen", macht sie sich in einem offenen Brief an die Stadt Luft. Pfefferkorns Hauptvorwürfe: Keine Hilfe von Feuerwehr oder Team Österreich bei den Aufräumarbeiten sowie die unmissverständliche Mitteilung, dass sie gar nicht mehr daran denken solle, den Würstelstand wieder zu eröffnen. Erst nach Kontakt mit der Feuerwehr habe ihr das Bundesheer beim Abriss der Hütte geholfen. "Und dabei war nicht einmal das nötig. Man hätte sie nur gerade rücken müssen", so die wütende Würstelstand-Betreiberin.

Würstelstand nicht geräumt
Die Liste der öffentlichen Vorwürfe bringt wiederum Stadtrat Peter Rath in Rage, der stellvertretend für die Angesprochenen Stellung bezieht: "Wir alle haben eine Woche lang fast rund um die Uhr gearbeitet, organisiert und jedem geholfen. Sich jetzt hinzustellen und solche Vorwürfe vorzubringen, ist schlichtweg ein Skandal", sagt Rath und legt Fotos des Würstelstandes vor, wie er ihn am Samstag nach der Flut vorfand.
Fazit: Hier wurde nichts ausgeräumt, von der Fritteuse bis zum Mülleimer schwamm alles herum. "Man muss sich schon auch selbst um seinen Besitz kümmern", sagt Rath. Pfefferkorn erwidert: "Am Samstag ging man noch von einem zehnjährigen Hochwasser aus, also haben wir alles ein wenig höher gestellt. Und am Sonntag musste ich mein Erdgeschoss zu Hause ausräumen."
Der Ton zwischen Stadt und Unternehmerin ist jedenfalls unversöhnlich. "Ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen", sagt Elisabeth Pfefferkorn. Und damit ist auch das Ende des Würstelstandes bei der Hubbrücke besiegelt.

Autor:

Christian Trinkl aus Niederösterreich

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