Kreuzfahrtschiff bei Schönbühel stand wegen Saunabrand in Flammen

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WACHAU. Beim Brand auf einem Passagierschiff wurde nach langen Untersuchungen der Brandherd ausgemacht. Wie schon Montagnachmittag vermutet ging der Brand vom Wellnessbereich des Schiffes aus. Ob die Holzverkleidung oder ein Handtuch zu brennen begonnen hatten, konnten die Ermittler in den verkohlten Überresten allerdings nicht mehr feststellen. In der Werft in Melk muss entschieden werden, ob das Schiff noch benutzbar ist oder nicht.

Das passierte am Montagnachmittag

Gegen 13 Uhr dürfte auf dem Kreuzfahrtschiff "A-Rosa Riva" ein Brand ausgebrochen sein. Aus Polizeikreisen heißt es, das Feuer dürfte seinen Ausgang in einer Sauna genommen haben. Das Feuer soll sich dann schnell auf drei bis vier Zimmer ausgebreitet haben.

Nachdem die ersten Löschversuche durch das Schiffspersonal gescheitert sind, wurde Großalarm gegeben. Ein Dutzend Feuerwehren sowie ein Großaufgebot an Rettungskräften des Roten Kreuzes sowie Hubschrauber eilten zur Rettung. Auch das Bundesheer half bei der Rettung der rund 200 Passagiere und Besatzungsmitglieder. 190 von ihnen konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden.

Passagiere wurden direkt auf ein zweites Kreuzfahrtschiff evakuiert

Nachdem der Brand entdeckt worden ist, ist ein zweits Kreuzfahrtschiff zu Hilfe gerufen worden. Dieses hat sich längs neben die "A-Rosa Riva" gelegt. Die Passagiere konnten so direkt vom brennenden Schiff auf das andere Schiff wechseln.

Die Melker Pioniere – das Bundesheer war mit 25 Soldaten aus der Melker Kaserne vertreten – waren mit der Feuerwehr im Einsatz. Mithilfe ihrer 25-Tonnen-Fähre brachten Sie die Feuerwehrleute mit ihren schweren Atemschutzgeräten auf das Schiff. Außerdem halfen die Soldaten beim Transport von insgesamt acht verletzten Personen.

"Insgesamt sind acht Personen verletzt worden. Zwei von ihnen sind mit dem Hubschrauber in die Krankenhäuser Amstetten bzw. Krems gebracht worden", sagt Maximilian Hanke, Einsatzleiter des Roten Kreuzes. Dabei dürfte es sich ausschließlich um Besatzungsmitglieder gehandelt haben. Wie an der Rettungsaktion Beteiligte gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN äußerten, soll kein Passagier verletzt worden sein. Die Besatzungsmitglieder sollen versucht haben das Feuer zu löschen, dabei haben sie sich Rauchgasvergiftungen zugezogen.

Brand ist unter Kontrolle – Passagiere in Dürnstein angekommen

"Insgesamt sind zirka 250 Einsätzkräfte mit Polizei, Rotem Kreuz, Feuerwehr und dem Bundesheer im Einsatz, die Lage ist wieder entspannt, das Schiff stabil und die Polizei kümmert sich gerade um die Ermittlung der Brandursache“, informiert Oberst Reinhard Koller von den Melker Pionieren. Unbestätigten Meldungen zufolge haben die Einsatzkräfte eine Sauna an Bord in Verdacht. Dort soll der Brand seinen Anfang genommen haben.

Atemschutztrupps der Feuerwehren haben das Feuer in den Passagierkabinen mittlerweile unter Kontrolle gebracht. Derzeit (15 Uhr) werden Zwischendecken herausgerissen um sicher zu gehen, dass sich nirgendwo Glutnester halten.

Die geretteten Passagiere sind mittlerweile mit dem zweiten Schiff nach Dürnstein gebracht worden. Dort werden sie weiter betreut bzw. werden sie von dort ihre Reise fortsetzen.

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