Update: Michaels Jobsuche hat in Mank ein "Happy End" gefunden

Michael Pfeffer möchte trotz seiner Behinderung unbedingt arbeiten: "Am besten in einem Büro bei rund 20 Stunden."
  • Michael Pfeffer möchte trotz seiner Behinderung unbedingt arbeiten: "Am besten in einem Büro bei rund 20 Stunden."
  • hochgeladen von Daniel Butter

MANK. UPDATE: Nach nicht einmal drei Wochen wurde das Wunder war: Michael Pfeffer aus Mank hat eine Anstellung bekommen. "Ich bekam von der Landesregierung die Zusage, dass ich ab Anfang März arbeiten kann", lässt Michael seine Facebook-Follower wissen. Dabei muss er auch keine "Weltreise" antreten: In seinem Heimatort darf er im Frühjahr im Landespflegeheim anfangen. "Ich möchte mich nochmal für die Hilfe bedanken", ist Michael mehr als Dankbar.

Mank: Michael Pfeffer hofft auf ein Jobwunder

Innerhalb von nur zwei Tagen hat sich der Facebook-Beitrag von dem Manker Michael Pfeffer wie ein Lauffeuer verbreitet. "Meine Mutter hat mir zwar schon vor längerer Zeit angeraten, diesen Schritt zu wagen", erklärt der an einer erblichen Muskelkrankheit – Muskeldystrophie Duchenne – leidende Manker. "Nachdem ich nach weiterem Suchen keine Stellen mehr gefunden habe, wagte ich dann diesen Schritt, in die Öffentlichkeit zu gehen."

18.000 "Interessenten"

Via Facebook versuchte sich der 23-Jährige an einer "Online-Bewerbung" und das mit großem Erfolg. Der Beitrag wurde fast 18.000 Mal geteilt. "Ich hätte echt nicht damit gerechnet, dass sich dies so schnell verbreitet", kommt Michael nicht aus dem Staunen heraus.

Über 200 Absagen bei Firmen

Dabei gestaltete sich die bisherige Jobsuche eher bescheiden. Über 200 Bewerbungen verschickte der junge Manker innerhalb von zwei Jahren. Leider mit ebenso vielen Absagen. Alleine an der Ausbildung liegt es nicht.

Er besuchte die Handelsschule in der Ungargasse in Wien und beendete diese auch erfolgreich. "Vielleicht ist es auch an mir gelegen, weil ich nicht jeder Bewerbung gleich nachgegangen bin", gibt er sich auch eine kleine Teilschuld. Ein weiterer Grund, der wohl dabei mitspielt, ist die Betreuung, die er auch bei der Arbeit benötigen würde. "Ich würde auch einen persönlichen Assistenten benötigen, der mich zum Beispiel beim Gang auf das WC unterstützt", beschreibt er ein großes Problem. Doch dies hat sich schon geklärt. Eine Betreuerin aus Oberösterreich würde sich sofort dieser Aufgabe annehmen. Ein Weiteres ist die Anfahrt zur Arbeitsstelle. "Richtung Amstetten würde es einen Bus geben, mit dem ich mit meinem Rollstuhl mitfahren kann. In die anderen Richtungen gestaltet sich dieser Weg schon schwieriger", sagt der Schwerkranke.

Licht am Ende des Tunnels

Doch sein Aufruf auf der Social-Media-Plattform hat ihm schon zumindest einen Teilerfolg eingebracht. "Mir wurden bereits einige Stellen angeboten, denen ich jetzt nachgehen werde", freut sich der arbeitswillige Jugendliche. "Vielleicht gibt es ja bald ein Happy End bei meiner Jobsuche."

Autor:

Daniel Butter aus Melk

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