e-Mobilitätstag
Viel Energie am Wachauring Melk

ÖAMTC-Landesdirektor Ernst Kloboucnik, eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger, EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Petra Bohuslav, ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger
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  • ÖAMTC-Landesdirektor Ernst Kloboucnik, eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger, EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Petra Bohuslav, ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger
  • Foto: NLK Burchhart
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MELK (red). Rund 8.000 Besucher legten beim heutigen e-Mobilitätstag am Melker Wachauring rund 3.500 elektrische Testkilometer zurück. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesrätin Petra Bohuslav zeigten sich von der Welt der e-Fahrzeuge und der RADLand-Erlebniswelt beeindruckt.

Schneller Umstieg

„Wir brauchen jetzt einen schnellen Umstieg in die e-Mobilität. Denn e-Mobilität bedeutet Klimaschutz - und Klimaschutz bedeutet Zukunft. Niederösterreich ist dabei absoluter Vorreiter. Denn jedes vierte Elektroauto, das in Österreich unterwegs ist, ist in Niederösterreich angemeldet. Der e-Mobilitätstag am Wachauring leistet dazu vor allem Überzeugungsarbeit. Denn dabei können die Besucher e-Mobilität am eigenen Leib erfahren und legen da und dort ihre Zweifel ab“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Grundvoraussetzung für eine hohe Dichte an e-Autos ist eine flächendeckende Versorgung mit moderner Ladeinfrastruktur. Niederösterreichweit gibt es bereits über 50 Schnelllade-Stationen und mit 1.220 Ladestationen überhaupt die meisten in Österreich. „Das Land Niederösterreich setzt mit attraktiven Förderungen und der Forcierung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur bestmöglichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt, Elektroautos haben heute deutlich bessere Reichweiten und konkurrenzfähigere Preise als noch vor ein paar Jahren und sie sind auch in der Erhaltung deutlich günstiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Die Zeit ist also reif für die E-Mobil-Wende“, ergänzt Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav. Eine wesentliche Säule im Bereich der e-Mobilität ist die Stromversorgung. EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer unterstreicht: „e-Mobilität macht nur Sinn, wenn der dafür benötigte Strom erneuerbar ist. Als EVN investieren wir stetig in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Gleichzeitig müssen die Netzbetreiber die Stromnetze auf die zusätzliche Belastung durch Elektroautos entsprechend vorbereiten, diese Vorbereitungsarbeiten treffen wir gerade.“

e-Mobilität überzeugt

Über 50 verschiedene e-Autos, hunderte e-Bikes, e-Scooter und vieles mehr standen wieder kostenlos und ohne Voranmeldung zum Testen bereit. Von Anschaffung, Betrieb und Förderung eines e-Autos bis hin zu neuesten Innovationen informierten mehr als 85 Aussteller sowie die Expertinnen und Experten der Energie- und Umweltagentur NÖ. „Wir geben den Menschen bei unserem e-Mobilitätstag die Chance, e-Fahrzeuge unkompliziert auszuprobieren und sich dabei selbst von den vielen Vorteilen dieser umweltfreundlichen Mobilitätsform zu überzeugen“, erklärt Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ, der sich über den großen Erfolg der Veranstaltung freut. Den Anreiz nach einer Probefahrt auf ein elektrisch betriebenes Fahrzeug umzusteigen, biete eine tolle Fördersituation des Bundes und 1.000 Euro blau-gelbe Landesförderung. „Elektromobilität ist eine Technologie, die immer mehr Menschen begeistert. Damit ergeben sich auch neue Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial für die niederösterreichische Wirtschaft. Als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich ist es unsere Aufgabe, diese spannende Entwicklung zu unterstützen und Betriebe auch dabei zu begleiten ihren Fuhrpark auf e-Mobile umzurüsten“, so Jochen Danninger, Geschäftsführer von der Wirtschaftsagentur des Landes, ecoplus. Die Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich“ wird von ecoplus umgesetzt.

Schwerpunkt für NÖ-Feuerwehren

Neben der Vielfalt an e-Mobilität waren die Fachvorträge bestens besucht. Einen Schwerpunkt gab es für Mitglieder der niederösterreichischen Freiwilligen Feuerwehren. Beim Vortrag „Crashmanagement“ gab der Landesfeuerwehrverband Einblicke in die unterschiedlichen Voraussetzungen bei der Arbeit mit e-Autos im Einsatzfall. „Elektromobilität wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Auf diese Entwicklung müssen sich naturgemäß auch die Feuerwehren einstellen. Die Brandbekämpfung bei Elektrofahrzeugen stellt auch die Einsatzkräfte vor neue Herausforderungen. Das bedarf intensiver Schulung, aber auch Weiterbildung. Insofern haben Veranstaltungen wie diese auch für die Einsatzkräfte eine große Bedeutung“, fügt Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner an.

Michael Strasser beim RADLand Niederösterreich

Einer der Programmhöhepunkte war zudem der Vortrag „Ice2Ice“ von Michael Strasser. Er ist 2018 mit dem Rad von Alaska nach Patagonien gefahren. Der niederösterreichische Weltrekordradler ist nicht nur für sein Abenteuer bekannt, sondern auch für sein Engagement im Klimaschutz und ist beispielgebend dafür, dass man mit dem Rad überall hinkommt. Das haben die Besucherinnen und Besucher in der RADLand-Erlebniswelt beim e-Mobilitätstag hautnah zu spüren bekommen, indem sie hunderte e-Bikes, e-Scooter, e-Transporträder und vieles mehr testen konnten.

Umweltfreundliche Anreise

Als besonderes Zuckerl konnten e-Mobilisten an den EVN-Schnelladestationen Pöchlarn, Böheimkirchen, Grafenwörth und Maria Enzersdorf am 25. Mai mit Ihrer EVN-Strom-Tankkarte gratis laden. Zudem gab es beim Wachauring ein e-Ladeservice der EVN. Für jene Besucherinnen und Besucher, die öffentlich angereist waren, gab es ein mit Strom betriebenes Elektro-Taxi, das den Shuttledienst vom Bahnhof zum Eventgelände übernahm.

Autor:

Daniel Butter aus Melk

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