TAG 6, 7 und ENDE: Unsere Woche als Veganer. Ein Online-Tagebuch des Bezirksblätter-Teams.

Wohlgenährt und strahlend, nach einer veganen Woche: Melanie Grubner, Christian Trinkl und Marlene Schindlegger
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  • Wohlgenährt und strahlend, nach einer veganen Woche: Melanie Grubner, Christian Trinkl und Marlene Schindlegger
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Hier finden Sie das Online-Tagebuch unserer drei Testpersonen: Echte Fleischesser und Dessert-Liebhaber die volle 7 Tage auf alle tierischen Produkte verzichten werden.

Drei Mitarbeiter der Bezirksblätter Melk stellen sich einer besonderen Aufgabe: Sie wollen eine volle Woche lang ohne alle tierischen Produkte auskommen. Kurz gesagt, sie konvertieren für diesen Zeitraum zum Veganismus.

Heißt: Kein Fleisch, keine Wurst, keine Milch, kein Schlagobers, keine Eier, kein Joghurt – für den Normal-Esser also eigentlich relativ wenig. Und doch ist diese Ernährungsform für immer mehr Menschen die Normalität.

Wir testen, wo und wie man vegan essen kann, was man kocht und wie schwierig das Einkaufen ist. Und wo immer möglich verzichten wir natürlich auch auf tierische Produkte in unserer Kleidung – wobei wir uns für diesen Test keine komplett neue Garderobe zulegen werden, so ehrlich muss man sein.

Hier finden Sie das ONLINE-TAGEBUCH der Teilnehmer, jeden Tag mit neuen Eindrücken. Viel Spaß!

TAG 6 & 7

SONNTAG, 24. März und MONTAG, 25. März 2013

MARLENE SCHINDLEGGER

Sonntag
Am Sonntag machte ich mich an die Zubereitung eines herrlichen Menüs. Es gab: Gemüselaibchen mit mediterranem Ofengemüse, selbstgemachtem Sugo, Soja-Knoblauchsauce und Pflücksalat.
Dieses Essen war sehr gut, und schmeckte nicht so, als würde irgendetwas fehlen, es war einfach perfekt, mit einem kleinen Abzug: die Knoblauchsauce. Mit Sauerrahm und Joghurt kann der Soja-Abklatsch leider üüüüberhaupt nicht mithalten.

Montag
Für Montag bereitete ich mir Penne mit Oliven, Kapern, Mais, Karotten und Tomaten, auch hier fehlte es mir eigentlich an nichts. Eigenartig war nur, dass ich nachmittags einen Riesenhunger bekommen hab, vielleicht lag das aber auch an Melanies Fleisch-Fantasien, die sie lautstark offenbarte.
Am Abend gab es, wie so oft auch schon vor der veganen Woche ein Wurzelgemüsesuppe.

MEIN FAZIT
Ich bin sehr froh über das Experiment, da es mir sehr viel gebracht hat. Ich gehe jetzt bewusster mit tierischen Lebensmitteln um und könnte theoretisch auch ohne diese, will es aber nicht. Außerdem kann ich den veganen Lebenswandel meiner Schwester jetzt besser nachvollziehen, und auch die daraus resultierenden Probleme wie Essen gehen oder einkaufen. Das einzige, das ich beibehalten werde, ist der schwarze Kaffee, in den ich jetzt keine Milch mehr brauche.

MELANIE GRUBNER
Am Sonntag war ich noch reichlich gesättigt und zufrieden vom Vortag, es gab die Reste von gestern: Pasta mit Gemüsesauce und ein bisschen Avocado, abends gönnte ich mir Popcorn und einen tollen Film.

Am Montag wars mit dem Essen schon etwas schwieriger, wir hatten nichts geplant, jeder war wieder auf sich selbst gestellt und dementsprechend sah auch unser Mittagsmahl aus. Bei mir gabs, aus einer allgemeinen Unlust heraus, nur eine Banane und eine Orange, dementsprechend groß war mein Hunger dann zuhause, da kochte ich mir eine Karotten-Rüben Suppe und mit reichlich veganer Butter verfeinertes Erdäpfelpürree.
Die letzten Minuten mit meinen Mitstreitern im Büro drehten sich nur um fleischige Fantasien, von Speck über Schweinsbraten sinnierten wir voller Vorfreude über unsere Nicht-vegane Zukunft.

Am Dienstag, dem ersten Nicht-veganen Tag frühstückte ich mit Marlene sogut wie alles, das den Veganern verwehrt bleibt: weiche Eier, Putenschinken, BUTTER und vieles mehr. Es war einfach herrlich!

MEIN FAZIT:
Ich halte eine kleine Askese hin und wieder für äußerst fördlich für die persönliche Entwicklung und alles andere als schädlich. Für mich persönlich, wäre ein veganer Lebensstil allerdings sehr schwer zu verwirklichen, da ich auf biologisch ökonomische Lebensmittel die möglichst unverarbeitet und natürlich sind, setze. Somit sind sämtliche Soja-Ersatzprodukte (bei denen die Herkunft, Gentechnik-Nachverfolgbarkeit und chemischen Zusätze schwer zu eruieren sind) keine Lebensmittel meines Vertrauens, für mich gibts damit also nur Pflanzenöle, Nudeln, Bohnen, Reis, Gemüse, Obst und AVOCADO. Somit wäre eine dauerhafte Ernährungsumstellung für mich kaum durchführbar, da ich fürchte der Genuss (und ich genieße soooo gern) würde mehr oder weniger gänzlich auf der Strecke bleiben, und das ists mir nicht wert! Den Vegetarismus möchte ich aber nicht für mich ausschließen, dies fiele mir wohl nicht sehr schwer.

Unsere Erlebnisse von den vorangegangenen Tagen findet ihr hier

Autor:

Melanie Grubner aus Melk

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