Jahrmanns neuer Kronprinz

BEZIRK MELK. Der Petzenkirchner Günther Sidl wird zur neuen Nummer „1B“ der heimischen Sozialdemokraten. Am Wochenende beschlossen diese, auf Antrag von Bezirksparteiobmann Josef Jahrmann, den bisherigen Stellvertreter zum geschäftsführenden Obmann zu wählen.
Sidl wird künftig in enger Absprache mit dem SPÖ-Urgestein die Bezirkspolitik bestimmen. Für Jahrmann nur ein logischer Schritt: „Es ist wichtig, dass in schwierigen Zeiten die politische Arbeit auf mehr Schultern verteilt wird.“ Der „Neue“ an der Front sieht es ähnlich: „Es war wichtig ein Signal zu setzen und Joschi zu entlasten. Gemeinsam werden wir den bisherigen Kurs stärken und vermehrt Aktionen setzen, um neue Zielgruppen auf uns aufmerksam zu machen“, so Günther Sidl.

Abweichler in der Minderheit
Die Wahl fand nach „ausführlicher Diskussion“ statt, wie es in der Aussendung der SPÖ heißt. Am Ende stimmten 85 Prozent des Vorstands für Sidl. „Es ist dies ein sehr gutes Ergebnis, da die Zustimmung quer durch alle Teilorganisationen verteilt ist. Ebenso haben mir Minderheits- wie Mehrheitsgemeinden das Vertrauen ausgesprochen. Es hat sich ausgezahlt, dass ich in den vergangenen Jahren viel an der Basis unterwegs war und alle Gemeinden kennengelernt habe“, so Sidl.
Ganz fraktionsfrei soll das Ganze jedoch nicht über die Bühne gegangen sein. Von den BEZIRKSBLÄTTERN befragte Sitzungsteilnehmer, die allesamt lieber ungenannt bleiben wollen, outen Unzufriedene in Leiben und Ybbs. „Die alte Kranzl-Connection“, sagt ein Funktionär, der nicht zitiert werden möchte.
Günther Sidl nimmt‘s jedenfalls relativ gelassen. Und auch als Thronfolger des Landtagsmandats von Joschi Jahrmann möchte er sich nicht sehen. „Darüber haben wir überhaupt nicht gesprochen. Es war kein Thema und es wurde auch kein Zeitpunkt vereinbart, an dem ein Wechsel durchgeführt werden könnte. Für mich ist ganz klar: Joschi bleibt dort wo er ist, im Landtag. Ich unterstütze ihn im Bezirk.“

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