Dürre: Mais wird notgeerntet

Franz Holzer, Manfred Mitmasser und Anton Glöckl sind besorgt über die aktuelle Landwirtschaftspolitik.
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MARBACH/YBBS. "Die Maispflanze ist verdorrt, der Kolben grün. Es bleibt mir nichts übrig, als mit dem Silieren anzufangen", klagt der Auratsberger Landwirt Manfred Mitmasser, der bis zu 50 Prozent Ertragseinbuße befürchtet.

Zu wenig Futter für den Winter
Damit nicht genug, auch beim Grünfutter ist der Verlust enorm: "Wir mähen sonst vier Mal, heuer ist alles verdorrt", so der Krackinger Bauer Franz Holzer. Nur zwei Fuhren Heu wurden eingefahren. Die Folge: Entweder muss Futter zugekauft oder der Viehbestand reduziert werden.

Preise sind im Keller
"Wenn man bedenkt, dass wir für den Liter Milch nur 30 Cent und für das Kilo Schweinefleisch 1,31 Euro bekommen, ist diese Dürre kaum zu verkraften", rechnet der Ybbser Landwirt Anton Glöckl vor.

Die Sanktionen helfen nicht
"Immer mehr Bauern sind verschuldet", sieht Glöckl das Übel in verfehlter Agrarpolitik. Er fürchtet "französische Zustände": "Dort sind 30 Prozent der Bauern praktisch zahlungsunfähig." Ein Dorn im Auge sind den Bauern die Russland-Sanktionen. Glöckl: "Dieses Embargo kennt nur Verlierer. Die russische Bevölkerung und die Bauern."

Mitmasser fordert Sitzung
Mitmasser, der für eine Plattform aus Unabhängigen und Freiheitlichen als Landwirtschaftskammerrat fungiert, fordert eine außerordentliche Vollversammlung der Landwirtschaftskammer (LK), um Lösungen zu erarbeiten.

Heuer wohl keine Zahlungen
"Offenbar werden aufgrund einer bürokratischen Umstellung heuer nur Teile oder gar keine Ausgleichszahlungen an die Bauern ausbezahlt", fürchtet Mitmasser, dass viele Bauern Zwischenkredite aufnehmen müssen. Er fordert: "Wir brauchen Futtermittelbörsen und hoffen auf Mittel aus dem Katastrophenfonds." Glöckl spricht weitere Themen an, die ihm als Bauer unter den Nägeln brennen: "Die 50 Millionen Euro Treibstoffvergütung fehlen uns. Die Regionalprogramme, wie etwa Ökopunkte oder Milchkuhprämie, hätten nicht abgeschafft werden dürfen."

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