280 Jobs weg
Loosdorfs Hofer-Lager schließt bis Ende März 2020

Im Oktober 2017 wurde erst der Spatenstich für die Erweiterung des Lagers in Loosdorf gefeiert.
  • Im Oktober 2017 wurde erst der Spatenstich für die Erweiterung des Lagers in Loosdorf gefeiert.
  • Foto: Michael Unger
  • hochgeladen von Daniel Butter

Das Großlager von Hofer in der Mostviertler Marktgemeinde Loosdorf wird wegen wirtschaftlichen Gründen aufgelassen.

LOOSDORF. Schock für 280 Mitarbeiter des Hofer-Großlagers in Loosdorf. Mit Ende März 2020 wird das Logistikzentrum in der Mostviertler Marktgemeinde aufgelassen. Die Mitarbeiter wurden laut einer Presseaussendung von Hofer bereits über die Auflassung informiert und mit dem Betriebsrat wird ein Sozialplan entwickelt.

Logistik als ausschlaggebender Grund

Die offizelle Begründung von Hofer: "Mit der Verlagerung der Filialen werden erhebliche Synergien geschaffen und effiziente Abläufe garantiert. Es ist für das gesamte Unternehmen wirtschaftlich am sinnvollsten die Niederlassung in Loosdorf aufzulösen und die betroffenen Filialen auf Trumau (Bezirk Baden), Stockerau (Bezirk Korneuburg) und Sattledt (Oberösterreich) zu verteilen." Soll heißen die Mitarbeiter haben die Möglichkeit in einer anderen Zweigniederlassung weiterzuarbeiten oder sich einen neuen Job zu suchen.

Die Niederlassung in Loosdorf feierte erst heuer ihr 15-jähriges Jubiläum und wurde erst vor kurzem vergrößert. Nach dem Spatenstich im Oktober 2017 erfolgte die Erweiterung des Lagers von 10.000 auf 21.000 Palettenstellplätze. Seitdem sind dort laut Unternehmensangaben 4.300 Quadratmeter Hochregallager, 5.600 Quadratmeter Kühl- sowie 2.600 Quadratmeter Tiefkühllager vorhanden.

Politik unterstützt Mitarbeiter

„Einen Standort, der erst kürzlich ausgebaut wurde und immer volle Unterstützung der Gemeinde erfahren hat, in dieser Art und Weise einfach handstreichartig zu schließen, ist für uns unverständlich und ein ‚An der Nase herumführen‘ von Gemeinde und Mitarbeiter“, ist Bürgermeister Thomas Vasku verärgt.

"Die Hofer-Niederlassung wurde 2004 eröffnet und noch Ende Oktober 2017 erweitert. Für viele Teilzeitkräfte und überwiegend Frauen stellt sich jetzt die Frage ob sich ein Pendlerdasein auszahlt oder ob es ein „Minusgeschäft“ darstellt – weil dann Kosten für die Kinderbetreuung und das Pendeln entstehen, während sich einige wenige ob der Gewinnmaximierung die Hände reiben würden.

„Das ist ein unerwarteter Schlag in die Magengrube“, so Vasku. Laut Vaskus Informationen habe es noch vorige Woche Vorstellungsgespräche gegeben und erst kürzlich erwarb die Firma Hofer noch Grundstücke dazu und eine 15-Jahr-Feier fand ebenso kürzlich statt – eine Schließung stand dabei nie im Raum. Die Zusammenarbeit habe bisher immer hervorragend funktioniert, bemerkt Vasku weiter. Landeshauptfrau-Stellverter Franz Schnabl von der SPÖ: „Eine Katastrophe für Angestellte und Gemeinde. Wir erwarten eine gute Erklärung und individuell abgestimmte Lösungen für die Mitarbeiter – es geht um 240 Familienschicksale. Da können die Verantwortlichen der Firma Hofer nicht zur Tagesordnung übergehen.“

„Wir werden die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestmöglich unterstützen", teilten Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) und Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. "Die Meldung kam unerwartet, aber jetzt gilt es Wege und Möglichkeiten zu finden, um die Folgen der Entscheidung gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice abzufedern“, heißt es darin.

Autor:

Daniel Butter aus Melk

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