14.03.2017, 09:14 Uhr

Ärztekammerwahl 2017: "Bessere Bezahlung für alle Ärzte"

Rheumatologin Angelika Kraus ist eine Kandidatin der Ärztekammerwahl (Foto: LK Melk)

Rheumatologin Angelika Kraus ist eine Kandidatin der Ärztekammerwahl

MELK. Am 1. April wählen die Ärzte in Niederösterreich ihre neuen Vertreter. Gleich fünf Kandidaten der Liste "Ärzteverband NÖ – Team Dr. Andreas Stippler" kommen dabei aus dem Bezirk Melk. Bei den Allgemeinmedizinern sind Harald Waxenegger (Loosdorf), Jakob Rosenthaler (Krummnußbaum) und Andreas Zinnagl (Klein-Pöchlarn) aufgestellt sowie bei den Fachärzten Klaus Fridrich (Pöchlarn/Augenarzt) und Angelika Kraus (Melk/Internistin und Rheumatologin). Letztere sprach mit den Bezirksblättern über ihre Kandidatur und über Änderungsvorschläge.

Junge Ärzte für NÖ halten

"Nur wenn man gute Ideen gemeinsam unterstützt, kann vielleicht etwas bewegt werden", erklärt Angelika Kraus ihren Hauptbeweggrund zur Kandidatur. Sie möchte vor allem, dass man jungen Ärzten den Verbleib in der Heimat schmackhaft macht. "Dies kann beispielsweise bei einer besseren Bezahlung für alle Ärzte anfangen", empfiehlt die Rheumatologin.

Als Wahlärztin wünscht sie sich auch entsprechende Rückerstattung der Wahlarzt-Tarife für Patienten. "Ich finde, jeder Patient sollte die Möglichkeit haben, selbst entscheiden zu können, zu welchem Arzt er gehen möchte, ohne dabei auf die Finanzen achten zu müssen", so Kraus.

Notarzt-Misere stoppen

Die Melkerin hat auch einen guten Vorschlag zur "Notarzt-Misere" im Bezirk Melk. "Notärzte müssen zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter ausrücken und haben auch eine entsprechend hohe Verantwortung vor Ort zu tragen. Hier könnte man auch an eine höhere Bezahlung denken, um die Dichte an Notärzten zu erhöhen", schlägt die Melkerin vor.

Doch wie fühlt sich die Ärztin derzeit von ihren Kollegen vertreten? "Ich bin noch nicht lange in NÖ tätig, dennoch hab ich im Gesamten das Gefühl, dass man mit einem schlankeren System und besserer Erreichbarkeit für seine Anliegen – der Sitz der NÖ ÄK befindet sich derzeit in Wien – schon viel beitragen könnte", so die Wahlärztin abschließend.
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