22.08.2016, 14:49 Uhr

Alexander Hauer: "Melk soll ein Hotspot für lustvolle Spiele sein"

Alexander Hauer: "Wichtig ist, das bei uns die Themen sinnlich erlebbar werden." (Foto: Sabine Mlcoch)

Sommerspiele-Intendant Alexander Hauer über seine intensivste Jahreszeit.
Interview: Daniel Butter

MELK. BEZIRKSBLÄTTER: Wie sieht ein Sommer bei Alexander Hauer aus?
ALEXANDER HAUER: "Für mich ist es die intensivste Jahreszeit mit einem Wechselbad der Gefühle. Ich bin eigentlich bis zur letzten Aufführung angespannt, da immer etwas sein kann, wie etwa Krankenstände durch das wechselnde Wetter oder auch wie sich der Wasserpegel der Donau verhält. Ich bin aber extrem glücklich über den Ausgang der Spiele und auch über die vielen Begegnungen sowie das positive Feedback."

Wie sieht die Zeit nach den Sommerspielen aus?
"Jetzt sind mein Team und ich noch eine Woche mit den Abbauarbeiten beschäftigt. Danach werde ich aber mit meiner Familie für zehn Tage auf Urlaub fahren und mal abschalten. Während der Sommerspiele komme ich ja nicht dazu (lacht)."

Was war heuer gut bei den Sommerspielen und wo gibt es noch Luft nach oben?
"Luft nach oben ist natürlich immer da. Es fand nach jeder Aufführung gleich eine Analyse statt, wie wir beispielsweise die Arbeit für alle Beteiligten erleichtern können, um die Qualität und die Zufriedenheit der gesamten Mitarbeiter zu stärken. Sehr zufrieden bin ich mit dem Niveau der Spiele und dem Austausch mit dem Publikum während der Aufführungen. Das gelingt uns meiner Meinung nach schon ganz gut. Da wir uns aber auch als Gastgeber ansehen sind wir immer bemüht, unsere Sache noch besser zu machen."

Nächstes Jahr findet die Landesausstellung "Alles was recht ist" in Pöggstall statt. Welchen Zusammenhang gibt es da mit den Sommerspielen?
"Nächstes Jahr wird die 'Bartholomäusnacht' aufgeführt. Gleich vorweg: Mir geht es nicht darum, dass das Stück blutrünstig sein soll, sondern, dass am Schluss das Zusammenkommen aufgrund einer funktionierenden gesellschaftlichen Basis eine große Rolle spielt. Genau deshalb glaube ich, dass wir mit dem Programm sehr gut zur Landesausstellung und zur Schallaburg-Thematik – Ausstellung 2017: Islam – eine Begegnung – passen. Man kann auch sagen wir fungieren als Brückenträgerstück zwischen diesen beiden Ausstellungen.

Abschließend: Wo sehen Sie die Sommerspiele in zehn Jahren?
"Man kann ja gewisse Faktoren leider nicht beeinflussen, aber ich glaube, wenn man den Standard der Sommerspiele mit ihrem Anspruch als Kreativzentrum für lustvolle Auseinandersetzungen und als Hotspot des Entertainments weiterführt, werden sie weiter eine Erfolgsgeschichte sein."

ZUR SACHE

17.700 Besucher waren heuer bei den Melker Sommerspielen. Mit 93 Prozent Auslastung ist dies eines der beste Ergebnisse ihrer Geschichte.
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