30.08.2016, 13:02 Uhr

Bezirk Melk: Die Gefahren auf unserer West

Trotz Warnhinweise einige Kilometer vorher und direkt an der Unfallstelle (so wie am Bild), gehen viele Autofahrer nicht vom Gas. (Foto: FF Melk)

Problemfälle: Linksfahrer, Unfallmissachter und fehlende Rettungsgasse

BEZIRK. Der schnellste Weg von A nach B führt für viele Autofahrer über die Autobahn. Dass dies aber nicht immer der sicherste Weg ist, liegt zumeist am Fahrverhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer. "Bei der Fahrt nach Kroatien entgingen wir nur knapp einem Auffahrunfall, bei dem das ganze 'Vorausschauen' auch nichts geholfen hat", erzählt Johannes Kriener, Autoverkäufer aus Blindenmarkt, sein Erlebnis und meint hinzu, dass man normalerweise immer vorausschauend fahren sollte.

Gas geben trotz Warnung

Ein Problem, das Franz Aigner, Dienststellenleiter der Autobahnpolizei Melk, nur zu gut kennt. "Es kommt bei den Unfallstellen immer wieder vor, dass Fahrzeuge des Nachfolgeverkehrs gegen die Einsatzfahrzeuge des Straßendienstes und der Autobahnpolizei prallen. Bei derartigen Vorfällen wurden auch mehrfach Einsatzkräfte verletzt", so der Kontrollinspektor.

Rettungsgasse als leidiges Thema

Puncto Unfall gibt es dann ein weiteres Problem: die Rettungsgasse. "Es gibt zwar Fälle, wo sie funktioniert, aber das sind schon Ausnahmen", klagt Franz Albrecht, Kommandant der Feuerwehr Pöchlarn. Gerade für die großen Feuerwehrautos ist ein Durchkommen bei einer Missachtung der Rettungsgasse unmöglich. "Dabei ist gerade bei Unfällen mit Personenschaden eine schnelle Anfahrt extrem wichtig", so der Pöchlarner. "Prinzipiell sollten die Autos der ersten und zweiten Spur nach rechts fahren, die dritte Reihe nach links. Eigentlich simpel."

Weiters beobachtet die Polizei immer wieder ein Fehlverhalten der Lkw-Fahrer – nicht eingehaltener Abstand – sowie die permanenten "Linksfahrer". "Sie vertreten dabei vielfach die Meinung, dass es sich bei der ersten Fahrspur um eine 'Lkw-Spur' handle. Das ist natürlich falsch", erklärt Aigner.
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