31.10.2016, 22:04 Uhr

Bezirk Melk: Schmecken wo man zu Hause is(s)t

Kundin Emma Eisele aus Wien freut sich ein jedes Mal, wenn sie wieder auf dem Land bei Agnes Asch einkaufen kann.

Kaum sonst wo lassen sich Lebensmittel besser zurückverfolgen als beim Direktvermarkter vor Ort.

BEZIRK. Rindfleisch aus Australien, Butter aus Irland und Paradeiser aus Spanien. Die ganze Welt passt heutzutage in ein Supermarktregal. Dabei liegt das Gute oft so nah, denn Österreichs Landwirtschaft könnte das Land zu 96 Prozent mit Lebensmitteln versorgen. Grund genug für die BEZIRKSBLÄTTER sich vor der eigenen Haustür umzusehen, wo man im Bezirk direkt beim Bauern kaufen kann.

Arbeit, die man schmeckt
"Ich bin Bäuerin, Hausfrau, Mutter und seit zwei Jahren auch noch Verkäuferin in unserem eigenen Hofladen", erzählt Agnes Asch aus Schrattenbruck bei Melk. Zusammen mit ihrem Mann Michael führt die 33-Jährige eine Landwirtschaft mit einer Schweine- und Rindermast, sowie einem Getreideanbau. "Es ist viel Arbeit und Stress. Aber wir machen es gerne und sind stolz auf das, was wir bisher erreicht haben", so Agnes Asch. Die gute Arbeit spiegelt sich in den Fleischprodukten wider, welche bereits mit zahlreichen Auszeichnungen honoriert wurden. Aber auch die Kunden beginnen den direkten Weg zum Produkt immer mehr zu schätzen.
"Wenn ich die Möglichkeit habe, dann bevorzuge ich es, direkt beim Bauern zu kaufen. Beim Supermarkt kann man sich nie sicher sein, wo die Sachen wirklich herkommen", so Emma Eisele aus Wien. Der gelernte Fleischer Michael Asch kann dem nur zustimmen. "Als Bauer weiß ich ganz genau, was meine Tiere für Futter bekommen, wie sie gehalten werden und wann sie zu guter Letzt geschlachtet wurden. Und diese Informationen kann ich dem Kunden auch so weitergeben."

Einkaufen wie damals
Was über viele Jahrhunderte gang und gäbe war, sich durch die Entstehung von Supermärkten aber wieder verlor, blüht nun von Neuem auf: der direkte Weg zum Bauern und seinen Produkten. Für Bauernbund-Bezirksobmann Leopold Gruber-Doberer nehmen Direktvermarkter deshalb eine gewichtige Rolle ein: "Sie sind die Brücke zwischen der Landwirtschaft und dem Konsumenten."
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