27.09.2014, 17:30 Uhr

"Herbsttage Blindenmarkt haben besonderes Flair"

Liebespaar im Weißen Rössl: Clemens Kerschbaumer alias Dr. Siedler und die "Ottilie" Barbara Pöltl. (Foto: Heinrich Winkler)
BLINDENMARKT. Am 3. Oktober starten die 25. Herbsttage in Blindenmarkt mit der Operette "das Weiße Rössl" nach Ralph Benatzky. Grund genug für die BEZIRKSBLÄTTER, mit einem der "Rössl-Liebespaare" über Operette am Land und den persönlichen Zugang zur Rolle zu plaudern. Clemens Kerschbaumer alias Dr. Siedler und die Ottilie, Barbara Pöltl, machen trotz der intensiven Proben einen entspannten Eindruck.

BEZIRKSBLÄTTER: Wie ist die Stimmung vor der Premiere?
CLEMENS KERSCHBAUMER: "Irrsinnig positiv. Ich freue mich sehr auf die Premiere. Einen Sunnyboy spielt man doch immer gern."
BARBARA PÖLTL: "Es macht Spaß! Regisseurin Isabella Gregor weiß genau was sie will und ist sehr geduldig."
Was macht Blindenmarkt im Vergleich zu Wien oder Salzburg aus?
KERSCHBAUMER: "Ich bin das zweite Mal da und kann sagen, dass die Leute hier vielleicht mehr zu schätzen wissen, dass das Musiktheater zu ihnen kommt. Viele freuen sich schon das ganze Jahr drauf. Intendant Michael Garschall hat großen Anteil daran, dass die Herbsttage kontinuierlich Fortschritte machen."
Ist die Arbeit mit Laiendarstellern schwieriger?
PÖLTL: "Bei den täglichen Proben merkt man, dass die Leute Spaß haben. Hier ist keine Routine zu erkennen, die an großen Bühnen manchmal herrscht."
KERSCHBAUMER: "Von Laien kann man in Blindenmarkt ja kaum sprechen. Das Team ist sehr professionell und obwohl es in den Proben auch mal länger gedauert hat, haben alle bis zum Schluss durchgehalten. Ich fühle mich dieser Gruppe zugehörig, deshalb bin ich auch wiedergekommen."
Was erwartet denn die Operetten-Fans heuer?
KERSCHBAUMER: "Ich will nicht zuviel verraten aber wir haben ein wunderschönes St. Wolfgang-Panorama. Es wird Musiktheater für alle Sinne. Viel Tanz, Swing und wundervolle Melodien. Und am Buffet gibt's natürlich auch jede Menge Schmankerl."
Welches Gefühl ist es für Sie, in einer Turnhalle zu spielen?
PÖLTL: "Vom Turnsaal ist ja praktisch nichts mehr zu sehen. Binnen kürzester Zeit entsteht in Blindenmarkt ein echtes Theater, das ist toll!"
KERSCHBAUMER: "Man muss auch die tolle Bühnentechnik betonen, da wird es einige Überraschungen geben."
Welchen Zugang haben Sie zur Ottilie bzw. zu Dr. Siedler?
PÖLTL: "Ich habe Ottilie ehrlich gesagt immer für eine Tussi gehalten. Aber Isabella Gregor hat einen Menschen mit Bodenhaftung aus ihr gemacht. Deshalb macht mir dieser Part sehr große Freude."
KERSCHBAUMER: "Dr. Siedler und Ottilie sind ja eigentlich das wahre Liebespaar im Weißen Rössl. Ich finde interessant, wie er sich durch die Begegnung mit Ottilie wandelt und die Liebe entdeckt."
Wie geht's für Sie nach Blindenmarkt weiter?
PÖLTL: "Ich werde als nächstes am Stadttheater Baden die Bella Giretti spielen und nächstes Jahr bin ich Mörbisch dabei."
KERSCHBAUMER: "Ich gehe mit dem Young Singers Projekt an die Mailänder Scala. Wir spielen "die Soldaten"."
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