30.10.2017, 15:08 Uhr

Matthias Simoner, ein Neumarkter für die Stürmer

Simoner bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Abrocken. (Foto: Simoner)

Profimusiker Matthias Simoner über seine Anfänge, das Queen-Musical und die Arbeit mit Christina.

NEUMARKT. Beim Neumarkter Musiker Matthias Simoner kann man sprichwörtlich sagen, dass ihm das Handwerk in die Wiege gelegt worden ist. "Mein Vater war schon ein begnadeter und bekannter Gitarrist. Da war es naheliegend, dass mich das Musikfieber packen wird", sagt Matthias Simoner.

Doch sein erstes Instrument war nicht gleich die Gitarre, sondern das Klavier. Erst Jahre später wurden aus Tasten Saiten. "Erst mit 13 kam das Interesse für die Gitarre. Über die Musik der 60ies & 70ies die bei meinen Eltern immer lief. Mit 14 hab ich meine erste eigene Gitarre bekommen und nach wenigen Wochen des Übens hab ich dann bereits die Gitarristin im Musikschul-Ensemble verdrängt", schmunzelt Simoner. Der entscheidende Moment als der Neumarkter sich entschloss Musiker zu werden, war dann genau zu diesem Zeitpunkt. "Wenn man einmal auf der Bühne steht und vor Hunderten Leuten spielt, da hat man einfach Blut geleckt", beschreibt der Musiker. Mit 16 nahm er regelmäßig Gitarrenstunden und ging dann auf die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. In seiner "Blütezeit" spielte der Gitarrist bei zwölf Bands gleichzeitig.

Rocken mit Brian May

Genau in diese Zeit fiel auch sein aufregendster aber auch intensivster Karrierehöhepunkt: Haupt-Gitarrist beim Queen-Musical "We will rock you" in Köln. "Mein damaliger Lehrer auf der Universität riet mir zur Audition nach Köln zu reisen. Ich war echt überwältigt, als ich die Nachricht bekam, dass ich in der Musical-Band dabei bin", strahlt der Neumarkter. Dabei schaute ihm jemand ganz Bestimmter auf die Finger: der Queen-Gitarrist Brian May. "Es war echt eine geile Zeit und eine Ehre mit ihm zusammenzuarbeiten. Ich konnte es echt nicht fassen. Ich schrieb sogar ein Tagebuch über diese wirklich verrückte Zeit, damit ich es im Nachhinein nochmal glauben konnte", so Simoner.

Simoners "stürmische" Zeit

Sein Erfolg blieb in Österreich nicht verborgen. "2009 hat sich Christina Stürmer von ihrem damaligen Gitarristen getrennt. Stürmer selbst fragte an, ob ich es mir vorstellen könnte mit ihr auf Tour zu gehen", erklärt er. Seitdem ist er an der Seite des österreichischen Musikstars nicht mehr wegzudenken. Doch eine Frage bleibt bei soviel Liebe zur Musik: Gibt es auch Zeit für "menschliche Liebe"? "Bis jetzt war noch nicht soviel Zeit", lacht er, "jetzt hat sich aber alles ein wenig mehr eingependelt und wer weiß, vielleicht kommt sie ja noch, die große Liebe."

ZUR SACHE

Matthias Simoner aus Neumarkt arbeitete unter anderem mit Peter Wolf, Queen, Jennifer Paige, Thomas D. und Papermoon zusammen. Er hat ein eigenes Musiklabel "Sims-o-Records" sowie einen eigenen Musikverlag und er entwickelte ein eigenes Gitarren-Fußpedal. Hier geht's zur Webseite.
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