04.12.2017, 15:10 Uhr

Smarte Beleuchtung für die Straßen in Niederösterreich

"Smarte Typen": Thomas Widrich, Franz Schrenk, Alexander Meissner, Sonja Zwazl, Walter Leiss und Wolfgang Kocevar. (Foto: Bollwein)

In drei Gemeinden in NÖ sollen intelligente Lichtmasten zahlreichen Nutzen für Menschen bringen.

NÖ. Straßenlichter, die sich ihren eigenen Bedürfnissen anpassen, sind keine Zukunftsmusik mehr. Die Melker Mastspezialisten Fonatsch und die Initative "Smart Safe & Green Mobility" (SSGM) verwirklichen mit dem Projekt "Smart Streets" genau diese Zukunftsmusik.

"Dramatische Änderungen"

"Wir haben uns gedacht, die Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer sowie die Verkehrsmittel selbst ändern sich gerade dramatisch und wir haben viel Platz in unseren Masten für neue digitale Technik", erklärt Alexander Meissner von der Firma Fonatsch. Dabei stehen sechs Punkte im Vordergrund, welche diese Bedürfnisse abdecken sollen: Beleuchtung (Energieeffiziente und bedarfsgerechte Beleuchtung), Sicherheit (Videoüberwachung, SOS-Notfallknopf, Notbeleuchtung), Ladestation für Auto, Rad und Handy, Information (WLAN, Touristeninfos, Umwelt- und Wetterdatenerfassung), Verkehrsmanagement (Verkehrsdichtemessung, Parkplatzmanagement, Straßenwegweiser) und Mehrwert (Stadtverschönerung, Spielpunkt in Parks, Work-Out mit Energierückgewinnung).

"Düsentriebs" nehmen Ängste

Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl ist begeistert von dieser innovativen Idee. "Neues schürt bei den Menschen immer gewisse Ängste. Unsere ,Daniel Düsentriebs‘ in Niederösterreich schaffen es aber immer wieder, diese Ängste zu nehmen und Fantastisches zu schaffen", so Zwazl. Sie freut sich des Weiteren, dass bei der SSGM-Initiative so viele Firmen und Unternehmen an einem Strang ziehen.

Erstes Projekt: Stadt Melk

Doch neben einer Idee braucht es auch die Umsetzung. Und da hat die Initiative auch schon drei Abnehmer gefunden. Melk, Vitis und Ebreichsdorf werden diese Technologie im Zuge ihrer zukünftigen Projekte involvieren.

Den Startschuss setzt die Stadt Melk. "Für die Stadt Melk waren mehrere Gründe ausschlaggebend, hier mitzuarbeiten. Die Weiterentwicklung der Stadt wird gefördert, die lang geforderte und angedachte Verbindung des Löwenparks mit der Melker Innenstadt – der Boulevard – wird geschaffen und das auf innovative, nachhaltige und zukunftsorientierte Weise", so Bürgermeister Thomas Widrich. Der voraussichtliche Start ist für 2019 geplant.

Weiters wird in Vitis mit der Ansiedlung einer Firma auch ein neues Siedlungsgebiet geplant, welches von der Technologie profitieren soll. "Gerade für unsere kleine Gemeinde im Waldviertel ist es enorm wichtig Schritt zu halten mit der Entwicklung", erklärt Gemeinderat Franz Schrenk.

In Ebreichsdorf wird es bis zur fertigen Umsetzung bis 2023 andauern. "Smart City heißt das Gesamt-Projekt und soll mithelfen, die einerseits wachsende Gemeinde sinnvoll, nachhaltig und lebenswert zu gestalten", so Bürgermeister Wolfgang Kocevar, "andererseits soll der Neubau der Pottendorfer Bahnlinie mit völlig neuem Bahnhof konzipiert werden, dass sich alle Generationen weiter in allen vier Ortsteilen wohlfühlen und von der Entwicklung Ebreichsdorfs gleichermaßen profitieren."
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