12.12.2017, 11:35 Uhr

"Volksabstimmung im Geschäft"

Stephan Pernkopf, Hermann Schultes, Irene Neumann-Hartberger und Klaudia Tanner stärken die Landwirte.

Der NÖ Bauernbund präsentiert in Maria Taferl sein Programm für die nächsten Jahre.

MARIA TAFERL. Zehn Punkte, die das Miteinander zwischen Landwirten, Konsumenten und Geschäften stärken sollen. Das ist der Plan des Niederösterreichischen Bauernbundes für die nächsten Jahre. Dieser wurde nun im Hotel Schachner in Maria Taferl besprochen. "Wir setzen uns verstärkt für unsere Klein- und Mittelbetriebe ein. Das hilft nicht nur unseren Bauern, sondern auch der ganzen Region", sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Heimat-Bekenntnis

Dies soll mit dem bereits erwähnten Zehn-Punkte-Programm funktionieren (siehe zur Sache). "Mit diesem Programm sollten wir es schaffen, den Bauern wieder mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken und zu seiner Herkunft, sprich Heimat, zu stehen", so Pernkopf.

"Versorgt 102 Personen"

Wie wichtig die Landwirte in unserer Gesellschaft sind, bringt Bauernbund-Direktorin Klaudia Tanner auf den Punkt. "Ein österreichischer Bauer ernährt heute 102 Personen mit frischen und regionalen, sowie gentechnikfreien Lebensmitteln. 1970 waren es noch zwölf Personen", so Tanner, "94 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in NÖ werden von Familien geführt. Sie sind das Rückgrat des ländlichen Raumes."
Der Fokus muss laut dem Bauernbund auf einer flächendeckenden, wertschöpfungsorientierten und nachhaltigen Landwirtschaft liegen. "Die Kunden sind unsere wichtigsten Partner, wenn es um den Einkauf und die Versorgung der Haushalte mit regionalen Lebensmitteln geht. Jeder Griff ins Regal ist eine tägliche Volksabstimmung darüber, welche Produkte im Handel auch angeboten werden“, erklärt Tanner.

Appell an alle Konsumenten

Deshalb appelliert NÖ Bauernbund-Präsident Hermann Schultes an die Vernunft der Konsumenten und an die Politik: "Die Landwirtschaft in Niederösterreich ist extrem vielfältig, unsere ländlichen Regionen werden aber nur dann überleben, wenn wir diese Vielfalt stärken“, gab Landesobmann Hermann Schultes die Linie vor.

Das Zehn-Punkte-Programm

• Klares Bekenntnis zu unserer Heimat und ihren Menschen
• Kleine und mittlere Bauernhöfe stärken
• Gleichwertige Wettbewerbsverhältnisse für unsere Bauern
• Selbstbestimmung der Regionen stärken
• Neue Gerechtigkeit einfordern
• Regionen als Energieproduzenten forcieren
• Gleichwertige Lebensverhältnisse für alle Regionen
• Bildungsangebote verbessern
• Regionale Gesundheitsvorsorge sichern
• Infrastruktur ausbauen
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