03.04.2017, 14:55 Uhr

Ybbs: "Der Babenbergerhof darf nun ausbauen"

Der Ybbser Babenbergerhof wird nun von einem "bürgerlichen Gasthaus" zum großen Hotel ausgebaut. (Foto: Babenbergerhof)

Karin und Ernst Gruber-Rosenberger machen aus ihrem Gasthaus ein Hotel. Die Bürgerliste WUY übt Kritik.

YBBS. "Erwin Pröll betonte, dass eine richtige Stadt nur dann eine Stadt ist, wenn sie ein Hotel hat. Und dies möchte die Familie Gruber-Rosenberger mit dem Babenbergerhof nun verwirklichen", sagt der Ybbser Bürgermeister Alois Schroll voller Stolz. Einziger Wermutstropfen: Der Wirtinger-Garten müsste Richtung Donaulände weichen. "Das hebt die Attraktivität des Parks wieder nach oben", findet Gemeinderätin Ulrike Schachner.

"Der Park muss da bleiben"

Einer der dieses Thema aber ganz anders sieht, ist Paul Hacker von der "Wahlplattform unabhängiger Ybbser" (WUY): "Ich bin absolut nicht gegen den Ausbau des Babenbergerhofes, doch warum muss ein Park dafür weichen? Es gibt genügend Alternativen", so Hacker. Alois Schroll kontert: "Bei deinen Alternativen müssten wir einen Wolkenkratzer bauen, damit wir ein Hotel haben. Das passt einfach nicht zu unserem Ortsbild." Hacker lässt aber nicht locker: "Es gibt eine Unterschriftenliste, die sich für den Wirtinger Park ausspricht. Das kann man nicht ignorieren", erklärt Hacker wütend. Doch auch hier hat Schroll einen passenden "Seitenhieb" parat. "Es hat keiner diese Unterschriftenliste gesehen. Natürlich gibt es Bürger, die den Park benutzen, doch das sind nur mehr ganz wenige. Außerdem, mit der Verlegung wird der Park, so wie es Schachner betont hat, wieder attraktiver", meint Schroll.

"Außerdem haben es die Gastronomen in der heutigen Zeit eh nicht mehr so leicht. Da kann man nicht jemandem, der den Willen und auch die finanziellen Mittel dafür aufwenden will, Steine in den Weg legen, damit unsere Stadt an touristischer Attraktivität dazugewinnen kann", schüttelt Hans Luger von der ÖVP verständnislos den Kopf. Doch all die Kritik von Hacker brachte nichts. Mit einer Mehrheit wurde die Bebauungsvereinbarung im Wirtinger-Park im Gemeinderat abgesegnet – mit einer Gegenstimme (Hacker) und zwei Enthaltungen (FPÖ) von 29 Stimmen.

"Die Freude ist bei uns natürlich jetzt riesengroß", fällt Babenbergerhof-Chef Ernst Gruber-Rosenberger ein Stein vom Herzen, "wir hielten uns bei dem Thema lange zurück, da Unwahrheiten und Wahrheiten sich mischten, doch jetzt können wir nur mehr eines sagen: Danke an alle, die uns unterstützt haben." Jetzt geht die Familie Gruber-Rosenberger ihren Verpflichtungen nach und wird nun von der Architektenausschreibung bis zu den Baumaßnahmen alles in die Wege leiten.
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