12.10.2017, 14:32 Uhr

Lohnschere schließen!

(v.l.n.r.): Kommunalmanager Bernhard Wurm, Bettina Feilinger, John Haas, Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek, Bürgermeister Alois Schroll, Bezirksfrauenvorsitzende Charlotte Zimmerl und Dagmar Raffetseder-Hammer.

Die SPÖ Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek war mit den Melker Bezirksfrauen unterwegs, um auf Einkommensgerechtigkeit aufmerksam zu machen.

Dieses Jahr findet der Equal Pay Day in Niederösterreich am 11. Oktober statt, 2 Tage später als 2016. „Mit dem Equal Pay Day wird jedes Jahr symbolisch aufgezeigt, ab wann Frauen statistisch gesehen umsonst arbeiten, während Männer für ihre Arbeit weiter bezahlt werden“, erklärt Bezirksfrauenvorsitzende Charlotte Zimmerl. Die Berechnung basiert auf den ganzjährigen Bezügen der Vollbeschäftigten.

Gehaltsrechner für mehr Fairness
Eine erste Orientierungshilfe, ob man einen gerechten Lohn für seine Arbeit erhält, bietet der Gehaltsrechner. „Unter www.gehaltsrechner.gv.at können die durchschnittlichen Gehälter und Löhne in der jeweiligen Branche berechnet werden“, sagt Charlotte Zimmerl.

Lohntransparenz für Unternehmen gefordert

„Frauen sollen wissen, wie viel ihre männlichen Kollegen in der gleichen Funktion verdienen. Daher sollen die Gehälter im Betrieb offengelegt werden“, sagt SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zur Studie der Wirtschaftsuniversität Wien, die die finanzielle Situation in Haushalten untersucht. Demnach haben Frauen in Österreich im Durchschnitt 23 Prozent weniger Vermögen als Männer. Die Unterschiede im Vermögen bleiben bestehen, wenn Frauen die Vollzeit arbeiten, mit Männern in Vollzeitbeschäftigung verglichen werden. Deshalb ist Heinisch-Hosek sicher: „Die hohen Gehaltsunterschiede in Österreich sollen der Vergangenheit angehören. Einkommensberichte und Gehaltsangaben in Stelleninseraten sind sinnvoll und wichtig, aber alleine nicht wirksam genug. Es braucht ein Lohntransparenzgesetz für Unternehmen!“

Mindestlohn für alle steuerfrei
Zentral ist für die SPÖ die Forderung von einem Mindestlohn von 1.500 Euro für alle steuerfrei. Wer Teilzeit arbeitet, muss leichter auf mehr Stunden oder in die Vollzeit wechseln können – dafür braucht es einen Rechtsanspruch. Auch bei Teilzeit sollen Überstundenzuschläge von 50 Prozent ausbezahlt werden.

„Wir kommen Schritt für Schritt voran, aber es muss schneller gehen. Ein Lohntransparenzgesetz für Unternehmen ist dafür zentral“, sind sich die SPÖ-Frauen einig!
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