20.10.2017, 08:19 Uhr

Auf dem Weg zum Marathon-Debüt

MELK/ST. GEORGEN. Viele Jahre war Christian Steinhammer Österreichs Paradeathlet beim Hindernislauf über 3.000 Meter sowie im Crosslauf. Hier konnte er neben zahlreichen Landes- und Staatsmeistertitel auch tolle internationale Erfolge feiern. So durfte sich der Athlet des USKO Melk über einen sensationellen sechsten Platz bei der U23-Euroapmeisterschaft 2009 freuen und konnte sich auch für die EM 2014 in Zürich qualifizieren, wo er am Ende Rang 25 belegte.

Zeit für eine Veränderung

Doch damit ist seit vergangenem Jahr nun endgültig Schluss für den Sportler aus St. Georgen/Leys. „Ich habe einfach gemerkt, dass es Zeit für eine Veränderung ist. So entschied ich mich dann auf die Langdistanz zu wechseln, für die ich aufgrund meines jahrelangen harten Trainings sehr gute Voraussetzungen habe“, erklärt Christian Steinhammer seine Entscheidung. Seit Anfang des Jahres 2017 liegt der Fokus voll und ganz auf seiner Marathon-Premiere. Auf dem Weg dorthin, konnte der 28-Jährige großartige Erfolge auf den Unterdistanzen feiern.
Beim internationalen Straßenlauf in Prag knackte der 28-Jährige Anfang September die 30 Minuten-Marke über 10 Kilometer und stellte mit 29:54 einen neuen NÖ Landesrekord auf. Er verbesserte damit die bereits elf Jahre alte Bestmarke um elf Sekunden.

Perfekte Vorbereitung in der Wachau

Beim Halbmarathon in der Wachau sorgte Christian Steinhammer nur kurze Zeit später mit einer Zeit von 1:05:30 für eine tolle neue Bestmarke und wurde in diesem stark besetzten Rennen bester Nicht-Afrikaner. „Die Bedingungen waren nicht ganz perfekt – durch den Regen und die kühlen Temperaturen wurde es zum Ende hin schon sehr kalt. Aber ich bin mit meinem Rennen und der Zeit vollauf zufrieden, darauf lässt sich sehr gut aufbauen“, so Steinhammer über seinen Halbmarathon in der Wachau.

Top-Zeit in Frankfurt anvisiert

Mittlerweile befindet sich der 28-Jährige in der finalen Vorbereitung auf sein Marathon-Debüt in Frankfurt am 29. Oktober 2017. „Das Training ist in den letzten Wochen sehr gut verlaufen und ich fühle mich wirklich gut – ich habe meine ‚Hausaufgaben‘ auf jeden Fall gemacht. Ich blicke nun sehr zuversichtlich auf Frankfurt, wo ich eine Zeit von etwa 2:16 oder 2:17 anpeilen werde“, gibt sich Christian Steinhammer sehr optimistisch. Der Auftritt in Frankfurt soll der Beginn einer erfolgreichen Marathon-Karriere werden. Nächstes Jahr will er unter anderem Österreich bei der Leichtathletik-EM in Berlin vertreten.
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