23.09.2014, 15:53 Uhr

Das "weiße Gold" aus dem Euter

Bäuerin Maria Brandstetter und Milchgenossenschaft NÖ-Geschäftsführer Leopold Gruber-Doberer genießen ein Glas Milch. (Foto: Permoser)

3.500 NÖ(M)-Bauern liefern täglich die frische Milch für unsere Butter, Joghurts & Co.

BEZIRKSBLÄTTER: Wir sind hier auf einem wunderschönen Bauernhof bei Artstetten. Ist das bäuerliche Leben so, wie es hier ausschaut: schön?
MARIA BRANDSTETTER: "Wir haben mit vier Kühen angefangen und uns entschieden, auf heute 30 zu erweitern. Toll ist, dass sich Familie und Landwirtschaft perfekt verbinden lassen. Dafür ist es fast unmöglich länger Urlaub zu machen, denn der Hof muss ja weiterhin betreut werden. Unsere drei Burschen packen da aber tatkräftig an."

BEZIRKSBLÄTTER: Denken Sie sich im Supermarkt "da steckt ein Teil von mir drin"?
BRANDSTETTER: "Ja, da steckt meine Arbeit drin. Und darauf bin ich stolz."

BEZIRKSBLÄTTER: Was denken Sie, wenn Sie einer Ihrer Bäuerinnen zuhören, die diesen Stolz auf das Produkt Milch in sich trägt?

LEOPOLD GRUBER-DOBERER: "Mir geht das Herz auf, wenn ich diese Freude höre. Und genau dafür brauchen wir eine Partnerschaft zwischen den Bauern und der MGN bzw. NÖM: Wir brauchen den wertvollen Rohstoff und die Bauern brauchen einen sicheren Abnehmer, den sie in der Genossenschaft haben. Im April 2015 endet ja die Milchquote in der EU, daher sind fixe Lieferverträge sehr wichtig."

BEZIRKSBLÄTTER: In Österreich sind die Konsumenten ja auf Qualität und BIO geeicht, welche Rolle spielt dies im Export, wo die NÖM ja derzeit investiert?
GRUBER-DOBERER: „Da muss man ganz ehrlich sein, die Herkunft und Qualität spielt im Export derzeit nicht die große Rolle, da die NÖM hier Hersteller von Eigenmarken für den Handel ist. Klar ist aber schon, dass es uns gelingen muss, die österreichische Qualität als Ganzes im Ausland zu verankern. Wir müssen es schaffen, Österreich zu positionieren – als Land von Mozart, Kultur, toller Landschaft und eben auch hochqualitativen Produkten. Die Idee, ,Österreich‘ als Dachmarke zu etablieren, muss zwar noch reifen, es würden aber alle profitieren.“

BEZIRKSBLÄTTER: Schwenken wir Richtung Zukunft: Wie geht's bei Ihnen weiter?
BRANDSTETTER: "Unser Jüngster wird den Betrieb übernehmen."
GRUBER-DOBERER: "Unsere Bauern werden in der Anzahl weniger, die Produktion steigt aber."
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