Allergien: Jeder dritte bekommt Asthma

Moderatorin Alice Herzog, Lungenfacharzt Wolfgang Pohl
  • Moderatorin Alice Herzog, Lungenfacharzt Wolfgang Pohl
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In diesem Jahr ist es besonders heftig: die Natur ist nach dem langen Winter explodiert, entsprechend stark ist die Pollenbelastung in diesen Tagen. Diese Zeit einfach „durch zu tauchen“, sei die falsche Strategie für Allergiker, so der Lungenspezialist Wolfgang Pohl im Rahmen eines Mini Med Vortrages in Mistelbach. Nur wer die Allergie rechtzeitig behandelt, kann eine spätere Erkrankung an Asthma verhindern.
Etagenwechsel
Man spricht vom sogenannten Etagenwechsel, wenn der allergische Schnupfen in die Bronchien abwärtsgeht. Derzeit ist etwa jeder fünfte Österreicher betroffen. Jeder dritte davon entwickelt ein Asthma, eine Erkrankung, die wohl gut therapierbar, allerdings nicht heilbar ist. „Einmal Asthma – immer Asthma“, so der Experte.
Immuntherapie
Insgesamt nimmt die Zahl der Allergiker stark zu. Asthma ist bereits die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Um das zu verhindern, empfiehlt Wolfgang Pohl, eine Allergie bereits im Anfangsstadium zu therapieren. Wenn bei Kindern eine Allergie zum ersten Mal auftritt, stehen die Chancen gut, durch eine Immuntherapie (Hyposensibilisierung) die allergischen Beschwerden deutlich zu bessern und vor allem ein Asthma zu verhindern. Vor allem bei Pollen- und Hausstaubmilben Allergikern werden hier gute Ergebnisse erzielt.
Keine Angst vor Cortison
Zur Asthmatherapie stehen meist Sprays zur Verfügung, die inhalative Cortisontherapie (ICS). „Die Angst vor Cortison ist weit verbreitet, aber unbegründet“, so der Mini Med Experte. Die Dosierungen sind so gering, dass Betroffene die Therapie auch über einen längeren Zeitraum machen können und auch sollen. Weitere Informationen zum Thema auf www.minimed.at

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