Mini Med
Leben mit Blutgerinnungshemmern

Referent Harald Rubey mit Moderatorin Alice Herzog.
  • Referent Harald Rubey mit Moderatorin Alice Herzog.
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Mini Med–Vortrag: Entscheidend ist die maßgeschneiderte Therapie

MISTELBACH. Die Blutgerinnung ist bei Verletzungen lebensrettend. Eine Blutgerinnung im geschlossenen Gefäßsystem (Thrombus) ist jedoch gefährlich und kann einen Schlaganfall oder Herzinfarkt auslösen. Wann ist eine medikamentöse Behandlung notwendig? Und welche neuen Medikamente stehen zur Verfügung? Diese Fragen beantwortete Harald Rubey, der ärztliche Leiter für Labordiagnostik am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf in seinem Mini-Med-Vortrag im Stadtsaal Mistelbach.
Grundsätzlich muss zwischen der Behandlung von arteriellen Gefäßverschlüssen (durch Dehnungseingriffe, „Stents“) und der Behandlung von Venenthrombosen und Lungenembolien durch gerinnungshemmende Medikamente unterschieden werden. „Hier stehen eine Reihe neuer Medikamente zur Verfügung, die mit Sorgfalt ausgewählt werden müssen“, so Harald Rubey.

Keine Blutverdünnung

Im Volksmund werden Blutgerinnungshemmer als fälschlich „Blutverdünner“ bezeichnet. Das Blut wird nicht verdünnt, sondern diese Medikamente sorgen dafür, dass die einzelnen Blutplättchen, die Thrombozyten, nicht so leicht aneinander heften können und sich kein (im schlimmsten Fall) tödliches Gerinnsel bilden kann.

NOAK‘S

Bei den neueren blutgerinnungshemmenden Medikamenten, den sogenannten NOAK’s, ist eine fixe Dosierung vorgegeben. Diese Medikamente wirken sehr rasch, bedürfen aber einer sehr genauen, regelmäßigen Einnahme und dürfen bei Nierenschwäche oder mechanischen Herzklappen nicht eingenommen werden. Sie wirken zielgerichteter und die Zahl der Gehirnblutungen ist deutlich geringer.

Schulungen für Selbstmanagement

„Das Wichtigste bei der regelmäßigen Einnahme von Blutgerinnungshemmern ist eine maßgeschneiderte Therapie, um Blutungen zu vermeiden“, so der Experte. Studien zeigen, dass gezielte Selbstkontrolle zuhause sehr gute Erfolge hat. Dazu sind allerdings Schulungen notwendig, die am Landesklinikum Mistelbach angeboten werden. Patienten sollen dann in der Lage sein, die Medikation von klassischen Blutgerinnungshemmern, wie z.B. „Marcoumar“ selbst anzupassen.

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