Pilgern ist kein Spaziergang

Pernold Erich

Ende August ist Erich Pernold von einer 3.500 Kilometer langen Pilgerreise nach Hause gekommen. Über den Ärger mancher Wanderer auf dem Weinviertler Pilgerweg kann sich der Mistelbacher nur wundern.
MISTELBACH. „Es gibt doch nichts Schöneres, als in der Natur unterwegs zu sein“, sagt Pernold, der es wissen muss.
Er hat in 89 Tagen den Weg von Mistelbach nach Santiago de Compostela zu Fuß zurückgelegt.
Der bald 70-Jährige hat sich diese Pilgerreise selbst zum Geschenk gemacht und war aus Dankbarkeit Gott gegenüber unterwegs.

„Unnötige Aufregung“
Er kann nicht verstehen, dass man sich im Weinviertel über ungepflegte Pilgerwege ärgert. Auf seiner langen Reise hat er oft verwachsenen und dornigen Wegen ausweichen müssen. Es wäre ihm aber nie in den Sinn gekommen, sich darüber zu beklagen. „Ich will die Natur sehen und kann nicht verlangen, dass alles weggeschnitten wird.“ Auch die Diskussion, in welche Richtung die Muschel zeigen müsse, sei überflüssig. Eine einheitliche Regelung gebe es nicht.
Auch in Spanien zeige die Muschel in verschiedenen Gebieten in unterschiedliche Richtungen. „Wichtig ist, wohin der Pfeil zeigt, die Muschel ist nur ein Symbol.“
Selbstverständlich hat sich Pernold lange auf diesen Weg vorbereitet, aber man muss immer damit rechnen, dass es anders kommt. Doch der gläubige Christ war mit einer Einstellung unterwegs, wonach er nur Wasser, Brot und Zufriedenheit braucht.

Weg gut planen
Trotz Planung geht man nur Tag für Tag, erzählt er. So ist es auch vorgekommen, dass der Pilger einmal im Freien übernachten musste, weil er kein Quartier gefunden hat. Verzichten können bedeutet für Pernold frei zu sein.
Ein anderes Mal gab es sehr schöne Begegnungen mit Menschen, die ihn aufgenommen und bewirtet haben. Jedes Mal wenn der Wanderer in einen Ort kam, war es für ihn selbstverständlich, in die Kirche zu gehen.
Es gehört für ihn dazu, Gott gegenüber Bitte und Danke zu sagen. Pernold ist überzeugt, dass er sein Ziel nach drei Monaten Fußmarsch nur mit der Hilfe Gottes und dem Beistand des hl. Jakobus geschafft hat.
Alexandra Tesar

Autor:

Bezirksblätter Mistelbach aus Mistelbach

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