Städte Jubiläum: Wolkersdorf ist seit 50 Jahren, Gerasdorf seit 20 Jahren Stadt.
Eine Stadt hat nicht nur Ampeln

Vor der beindruckenden Kulisse von Schloss Wolkersdorf: Karl Wilfing, Dominic Litzka, Johanna Mikl-Leitner und Kurt Hackl.
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  • Vor der beindruckenden Kulisse von Schloss Wolkersdorf: Karl Wilfing, Dominic Litzka, Johanna Mikl-Leitner und Kurt Hackl.
  • hochgeladen von Gabriele Dienstl

Wenn ein Dorf zur Stadt erhoben wird, sind die Auswirkungen bedeutend größer als nur die Einführung der ersten Ampel, über die einst heftig diskutiert wurde. Wolkersdorf und Gerasdorf feierten ausgiebig ihre Stadtgeburtstage. Carlo Wilfing geriet im Festzelt von Wolkersdorf ins Schwärmen: "Hier gibt es eine hervorragende Ausbildung mit verschiedenen Schulen, ein Gymnasium, der Weinviertler Mechatronik Akademie und einer der landesbesten Musikschulen unter Alexander Blach." Er erinnerte weiters an die vielen Persönlichkeiten aus Kunst und Sport, wie Otto Potsch oder Martin Neid, Alina Reichert oder Werner Schlager, die alle in Wolkersdorf verwurzelt sind. Das Inverview von Historiker Wolfgang Galler mit Zeitzeugen gab wertvolle Einblicke die Phase der Stadterhebung. Maria Withalm, unglaubliche rüstige 100 Lenze alt und Witwe des "Eisernen Hermann", sowie Friedrich Weiß und Helga Parisch standen dafür gerne Rede und Antwort. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner skizzierte den Aufstieg von einer traditionellen Landgemeinde zum wirtschaftlichen Zentrum mit hoher Lebensqualität. Moderatorin Elisabeth Heller führte beim Festakt das Publikum durch die Programmpunkte, Bürgermeister Dominic Litzka und Wirtschaftsbundobmann Kurt Hackl verfolgten mit vielen Ehrengästen die Darbietungen.

In Gerasdorf ist die Stadterhebung erst 20 Jahre jung, doch hier wurde ebenso fröhlich ein ganzes Wochenende lang gefeiert. Mit einem Open Air Konzert der beiden Musiker von Edmund, Kinderchor und Blasmusik Aufmärschen verbreitete sich Festtagsstimmung. Die Festrede hielt Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl, Grußworte erbrachten EU-Abgeordneter Lukas Mandl und Abgeordneter zum Landtag Josef Taucher. In seiner Ansprache beim Frühschoppen nach der Sontagsmesse bedankte sich Bürgermeister Alexander Vojta bei allen Mitwirkenden und bekräftigte das Motto "Fünf Orte, eine Stadt" für eine gute Weiterentwicklung in die Zukunft. Der Stadtchef unterstützte mit Bürgermeister Michael Oberschil und Ehrenringträger Franz Gilg an den Klarinetten die Blasumusikkapelle unter Kapellmeisterin Barbara Traxler bei drei Märschen.

Nachgeschenkt:
Eine Stadt als wirtschaftliches Zentrum, Ausbildungsstätte, Kulturangebot, Medizinischer Anlaufstelle und Verkehrsknotenpunkt hat eine weitreichende Bedeutung für ihren gesamten Umkreis. Städte im Weinviertel, deren Einwohnerzahl trotz allem überschaubar bleiben, wirken immer noch persönlich - man kennt einander - und punkten zusätzlich mit sehr guter Lebensqualität. An diesen Festtagen war spürbar, dass die Bewohner stolz auf ihre Städte sind und gerne hier wohnen. Auch wenn die Mietpreise jenen der Bundeshauptstadt kaum nachstehen.

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