Im Rausch der Sinne III

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Das nitsch museum in Mistelbach lud am 8. März zur dritten der insgesamt vier Veranstaltungen der Reihe „Im Rausch der Sinne I-IV“ ein.

Der dritte Teil wurde von Leonhard Kopp, Physiotherapeut und Leiter einer physiotherapeutischen Klinik in Hessisch Lichtenau, gestaltet. Er ist Sohn von Hermann Nitsch und Realisator des Orgien Mysterien-Theaters. Im Rahmen dieser Veranstaltung gibt er den TeilnehmerInnen Auskunft über die Aufführungspraxis des Orgien Mysterien-Theaters und
ermöglicht unter Anleitung von wichtigen WegbegleiterInnen des Künstlers Hermann Nitsch, das Phänomen einer Aktion selbst zu erleben.

Mit den Augen schmecken, mit den Ohren fühlen
So durften die Teilnehmer bei Musikbegleitung Früchte und Innereien zerquetschen, den herrlichen Duft einatmen, mit Eiern und Theaterblut vermischen und so in einen ekstatischen Prozess mit tasten, schmecken, sehen, riechen und hören eintauchen – ungeahnte Erfahrungen mit befreiendem und reinigenden Effekt.
Kopp: „Meine Arbeit soll eine Schule des Lebens, der Wahrnehmung und der Empfindung sein und mit allen fünf Sinnen erfahren werden. Lassen Sie los, erleben und erkennen Sie die elementarsten Verhaltensmuster des Menschen. Wer einmal dabei war braucht keinen Psychiater mehr.“

nachgeschenkt
Ektase zum Finale

Als „eine Schule der Wahrnehmung mit allen Sinnen“ beschreibt Nitsch Sohn und Physiotherapeut die Aktionen im Rausch der Sinne, was durchaus vorstellbar ist. Es soll ein Urexzess, ein Rauschzustand, eine Sturmflut mit Urschrei entstehen. Dabei zu sein bringt angeblich ungeahnte Erfahrungen. Man muss selber mitmachen, um es zu fühlen, zu verstehen und mitreden zu können. Aber das ist der springende Punkt. Es wirkt so extrem und unverständlich auf die meisten Menschen, dass sie es von vorneherein ablehnen und gar nicht dabei sein wollen.

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