Aus für Asylheim in Wilfersdorf

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WILFERSDORF (ks). Zuletzt lebten 24 Menschen im Asylheim in Wilfersdorf. Zu Spitzenzeiten waren es über 40. Knapp zwei Jahre lang fanden diese Menschen ein neues Zuhause in der Gemeinde.
Nach einer Begehung des Landes, der Betreuer der Caritas und des Vermieters der Stiftung Wilfersdorf wurde das Haus vor zwei Wochen geschlossen. Die vorwiegend afghanischen und irakischen Bewohner wurden auf Quartiere in ganz Niederösterreich verteilt. Als Grund gibt das Büro des zuständigen Landesrats Franz Schnabl hygienische Mängel an, die ein rasches Handeln notwendig gemacht hätten. Der Vertrag wäre aber ohnehin am 15. November ausgelaufen.

Klagloser Aufenthalt

"Für uns Freiwillige kam das plötzliche Ende sehr überraschend. Wir hatten eigentlich noch diverse Aktionen wie Striezlposchn, Ausflüge und ein Abschiedsfest geplant", erzählt Katrin Nießler, die mit ihrem Team Deutschkurse organisierte. Als erste Flüchtlinge kamen zwei Familien in das Haus. Zuletzt lebten vorwiegend alleinstehende Männer in Wilfersdorf. "Die Freiwilligen, die hauptsächlich aus Frauen bestanden haben, hatten nie ein Problem", bestätigt Nießler das klaglose Zusammenleben.
Bürgermeister Josef Tatzber hob die Arbeit der Helfer hervor: "Es hat alles reibungslos geklappt." Seitens der Gemeinde stellte man die Räumlichkeiten für die Kurse zu Verfügung. "Wir haben auch geschaut, dass wir zwei in der Gemeinde beschäftigen können", erklärt Tatzber.
"Die Freiwilligen haben in den letzten Jahren sehr viel Herzblut, Zeit und Geld in die Integration der Deutsch-Schüler gesteckt", betont Katrin Nießler. In dieser Zeit entstanden Freundschaften, die die Freiwilligen auch weiterhin pflegen wollen.

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