Gesundheit
Ausbildung zur Diplompflegerin scheitert am Geld

Claudia Hofbauer kämpft um ihre Ausbildung.

Claudia Hofbauer ist 23 Jahre alt und hat einen Wunsch: Sie will die Ausbildung für Gesundheits- und Krankenpflege im gehobenen Dienst machen. Dabei gibt es nur ein großes Problem. Sie kann es sich nicht leisten.

MISTELBACH. "Ich liebe meinen Beruf, deshalb will ich mich darin auch weiterbilden", erklärt die junge Mistelbacherin. Sie schloss letztes Jahr die Ausbildung zur Pflegeassistentin mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Mit diesen tollen Voraussetzungen absolvierte sie erfolgreich die Aufnahmeprüfung für den Diplom-Lehrgang an der Mistelbacher Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Mangels Fördermittel konnte sie die dreijährige Ausbildung nicht beginnen, und startete einstweilen beim Hilfswerk als Pflegeassistentin. 

Fehlende Jahre

2020 probierte die junge Frau wieder ihr Glück, schaffte abermals die Aufnahmeprüfung. Doch die Probleme sind die gleichen geblieben. "Eine Förderung über das AMS wurde abgelehnt, da mir die nötigen Arbeitsjahre fehlen", erzählt Claudia Hofbauer. Um für ein Fachkräfte-Stipendium in Frage zu kommen, braucht es zumindest vier Arbeitsjahre. Diese hat die Mistelbacherin aber nicht, da sie ihre Friseurinnenlehre gesundheitsbedingt abbrechen musste und zwei Jahre in Reha verbrachte. 
Warten ist für Claudia Hofbauer aber auch keine Option: "Im September 2020 würde mein Lehrgang starten, der letzte Diplomlehrgang den man ohne Matura absolvieren kann."

"Und fehlen 40.000 Pflegekräfte. Kein Wunder, wenn es schon an der Ausbildung scheitert."

Claudia Hofbauer
 

Individuelle Lösung

Marianne Bauer vom AMS Mistelbach rät zu einem individuellen Gespräch, um eine Lösung zu finden. "Derzeit ist in diesem Bereich nämlich eine ziemliche Umstrukturierung und es gibt einige
Fördermöglichkeiten, die man "nur" mit der Kundin und mit ihren Daten anschauen kann, da sie von Fall zu Fall unterschiedlich sind", erklärt die Leiterin des Arbeitsmarktservice im Bezirk. Ein Generalrezept für alle gibt es nicht. Vielleicht ergibt sich hier der Spielraum für die Karriere der jungen Frau.

Autor:

Karina Seidl-Deubner aus Mistelbach

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