Landesklinikum Mistelbach
Bis zum letzten Bett

Anästhesist Philipp Wimmer und DGKP Helmut Ollinger (v.l.) auf der Intensivstation 11 des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf.
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  • Anästhesist Philipp Wimmer und DGKP Helmut Ollinger (v.l.) auf der Intensivstation 11 des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf.
  • Foto: LK Mistelbach
  • hochgeladen von Karina Seidl-Deubner

Das AKH verschiebt Operationen, Intensivmediziner schlagen Alarm. Wie sieht es in Mistelbach aus?

MISTELBACH. Die Patienten auf Österreichs Intensivstationen werden jünger. Mit ein Grund, dass die Aufenthalte länger andauern – bis zu sechs Wochen. Im Normalbetrieb verfügt die Mistelbacher Intensivstation über 16 Betten und weitere sechs Akutüberwachungsbetten auf zwei Intensivstationen, der anästhesiologischen und der internen Intensivstation. Stand 12. April waren 13 Betten belegt.
In Anbetracht der angespannten Situation im Osten Österreichs wurden diese sechs ebenfalls zu vollwertigen Intensivpositionen aufgerüstet.
Im äußersten Notfall können noch zwei weitere Betten im Intensivbereich herangezogen werden, dazu wurden zwei Eingriffsräume umfunktioniert. Das heißt in Summe können somit bis zu 24 Menschen intensivmedizinisch versorgt werden.
Doch dafür braucht es Personal, das ohnehin bereits seit über einem Jahr am Anschlag arbeitet. Die unterschiedlichen Diensträder werden je nach Bedarf angepasst. In der Regel sind jedoch auf beiden Stationen tagsüber insgesamt sechs Ärzte, 20 Pflegepersonen, zwei Schreibkräfte und zwei Reinigungskräfte im Dienst.

Unglaubliche Arbeitsleistung

Die Auslastung der beiden Intensivstationen am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ist seit Beginn der Pandemie, mit wenigen Unterbrechungen, sehr hoch und stellt eine unglaubliche Belastung für die Mitarbeiter aller Berufsgruppen dar. Bereits in Normalzeiten beträgt sie zwischen 75 und 85 Prozent.
Die große Herausforderung in der Versorgung von Intensivpatienten derzeit ist die besondere Aufgabe als Schwerpunktkrankenhaus der Region im Sinne der Doppelfunktion. "Wir müssen, neben der Versorgung der COVID-Intensivpatienten, auch die fachgerechte und hochwertige intensivmedizinische Versorgung von Patienten beispielsweise mit Herzinfarkten, Schlaganfällen, lebensbedrohenden Gefäßerkrankungen sowie von Schwerverletzten gewährleisten. Auch die postoperative Intensivversorgung von Patienten mit schweren Tumorerkrankungen und nach Notfalloperationen muss weiter sichergestellt werden", betont die Kollegiale Führung des Klinikums Christian Cebulla (Ärztlicher Direktor), Jutta Stöger (kaufmännische Direktorin) und Gabriele Rudorfer (Interimistische Pflegedirektorin).

Personalrochade

"Wir können diese Belastungen auf den Intensivabteilungen nur mit Unterstützung von hochqualifizierten Mitarbeitern aus anderen Funktionseinheiten, wie zum Beispiel dem OP-Bereich und der Anästhesie, bewerkstelligen. Daher müssen in dieser heißen Phase der 3. Welle auch teilweise wieder nicht-akute Operationen und Eingriffe etwas nach hinten verschoben werden", erklärt die Kollegiale Führung.
Sie möchte sich auf diesem Weg bei allen Mitarbeitern für ihren schier unermüdlichen Einsatz bedanken und die Patienten weiterhin um Verständnis dafür ersuchen, dass die Normalversorgung gelegentlich im Rahmen dieser Pandemie an das Machbare angepasst werden muss.

Sollen die westlichen Bundesländer Patienten aus dem Osten aufnehmen?
Anästhesist Philipp Wimmer und DGKP Helmut Ollinger (v.l.) auf der Intensivstation 11 des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf.

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