Schloss Rabensburg
Das Hotel in der Marchau

5Bilder

Wer küsst Schloss Rabensburg aus seinem Dornröschenschlaf wach? Es wartet schon so lange.

RABENSBURG. Lebhaft ist sie, die Geschichte des Rabensburger Schlosses. Bereits im 11. Jahrhundert war an der Stelle ein Herrschaftssitz errichtet worden. Erst in der jüngsten Zeit wurde es sehr still um das Schloss. 1991 kaufte der Lasseer Schottergrubenbesitzer Günter Kucharovits die Anlage. Seine Pläne daraus eine Seniorenresidenz zu machen, werden nun die neuen Herren des Schlosses verfolgen. Auch denkbar sind für die Immobilienentwickler Sveta Group ein Hotel oder ein Gastronomiebetrieb, hört man. "Es gibt viele Pläne. Was realisiert wird, hängt nicht zuletzt von Förderungen seitens des Landes ab", verrät Rabensburgs Bürgermeister Wolfram Erasim. Er selbst steht der Revitalisierung des Schlosses hocherfreut gegenüber: "Ich bin sehr froh, dass nun Bewegung in die Sache kommt. Das Schloss gehört zur Gemeinde." Auch wenn diese als Sanierungsgemeinde finanziell nicht unterstützen kann, aber zumindest mit viel Wohlwollen.

Noch ist das alles aber Zukunftsmusik, denn der Kauf ist nicht ganz über die Bühne gebracht. Zwar gab es ein erstes Kennenlernen zwischen Gemeindevertreter und Investoren, im Grundbuch ist aber noch kein Eigentümerwechsel eingetragen.

Rückenwind

Melanie Erasim, eine Tochter Rabensburgs, ist, als Tourismussprecherin im Nationalrat für die SPÖ, hoch erfreut über Initiativen in ihrer Heimatgemeinde. "Die touristischen Möglichkeiten im Dreiländereck sind noch nicht sehr ausgeschöpft. Ein Projekt im Schloss Rabensburg könnte eine Aufwertung für die gesamte Region sein", signalisiert sie Begeisterung.

Zur Geschichte des Schlosses

Die ersten Spuren, der damals vermutlich aus Holz gebauten Rabensburg gehen auf 1045 zurück. Um 1200 wurde sie in Stein gebaut. Die erste urkundliche Erwähnung findet die Wasserburg 1255 in Zusammenhang mit Hertwicus de Rebensburch. 1385 kauft Johann II. von Liechtenstein die Burg samt der etwa umliegenden 25 Dörfer.
Zwischen 1540 und 1550 lässt Georg Hartmann von Liechtenstein die Burg umbauen. Die Außenfassaden wurden unter Johann Septimus von Liechtenstein gegen Ende des 16. Jahrhunderts mit Malereien und Sgraffitis verziert. Für Maximilian von Liechtenstein wurde die Burg der Hauptwohnsitz.
Unter ihm wurde die Anlage wesentlich erweitert und zu einem Schloss umgebaut. Während des Dreißigjährigen Krieges nimmt der schwedische General Lennart Torstensson 1645 das Schloss ein. Die Kuruzen verwüsteten das Haus 1704 und 1706.
Das Schloss blieb bis 1991 in Besitz der Familie Liechtenstein, dann wurde es an den Schottergrubenbesitzer Günter Kucharovits verkauft.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen