Sensationssfund
Der Silberschatz von Mistelbach

Damit Mistelbachs Silberschatz so aussieht, muss er erst restauriert werden.
  • Damit Mistelbachs Silberschatz so aussieht, muss er erst restauriert werden.
  • Foto: https://commons.wikimedia.org/Kritzolina
  • hochgeladen von Karina Seidl-Deubner

Am Ende des Regenbogens steht ein Topf voll Gold, heißt es in dem Märchen. In Mistelbach ist der Topf voller Silbermünzen und gefunden wurde er am Friedhof.

MISTELBACH. Manchmal findet man Dinge, nach denen man gar nicht gesucht hat. Beim Bau der Aufbahrungshalle stieß ein Mitarbeiter auf einen Keramiktopf. Was  zuerst nach einem Unglück aussah – denn die Baggerschaufel erfasste das Gefäß und beschädigte es dabei – erwies sich auf den zweiten Blick als Sensation. Mehrere Tausend Silbermünzen ergossen sich aus dem Topf.

Eine erste Einschätzung vom wissenschaftlichen Leiter des Mamuz Franz Pieler datiert die Münzen ins 12. Jahrhundert, einer Zeit in der in unserer Region noch die Babenberger herrschten. Derzeit befindet sich der Schatz auch in Asparn.

Pyrrhus-Schatz

Die erste große Freude über den Schatz verflog etwas angesichts der Restaurierungskosten. Die aufwendigen Arbeiten werden rund zwei Jahre dauern und an die 10. 000 Euro kosten. Stadtrat Klaus Frank fand eine andere Lösung:  Überlässt man den Silberschatz dem Land Niederösterreich, so wird dieses die Restaurierung und wissenschaftliche Erforschung übernehmen. 100 restaurierte Münzen  werden an das Stadtmuseum übergeben, der Rest soll als Dauerleihgabe des Landes an die Stadt Mistelbach zurückkommen.

Pistolen im Safe

Einen zweiten kuriosen Fund machten die Mistelbacher im Safe der Erstebank. Nach Auflösung beziehungsweise Eingliederung der österreichischen Polizei 1938 mussten teils Waffen abgeben werden. Dafür wurde in Mistelbach ein Schließfach angemietet, das in den folgenden Kriegswirren völlig in Vergessenheit geriet. Der Fund dieser insgesamt sieben Stück stellten die Stadt wiederum vor eine Herausforderung. Zwei werden nun unschädlich gemacht dem Stadtarchiv übergeben. Die restlichen stehen zum Verkauf an Waffenscheinbesitzer.

Autor:

Karina Seidl-Deubner aus Mistelbach

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