Mistelbach: Regionalität in den Vordergrund dank EU

Der Maschinenring hat im Weinviertel zur Vereinfachung der Kürbisernte beigetragen.
  • Der Maschinenring hat im Weinviertel zur Vereinfachung der Kürbisernte beigetragen.
  • Foto: Maschinenring
  • hochgeladen von Marina Kraft

Die EU fördert Projekte, die den ländlichen Raum in seiner Entwicklung unterstützen und fördern.

BEZIRK. Dank der EU konnten auch im Bezirk Mistelbach viele Projekte umgesetzt werden, die die Entwicklung des ländlichen Raumes und der Landwirtschaft zum Ziel haben.

Maschinenring
"Die Hackfrucht Kürbis entwickelte sich in den potenziellen Anbaugebieten Niederösterreichs als eine interessante wirtschaftliche Alternative zu den anderen landwirtschaftlichen Kulturen", ist Maschinenring Weinviertel-Geschäftsführer Thomas Nürnberger überzeugt. Die regionalen Maschinenringe wollen dieses Potenzial für alle niederösterreichischen Landwirte, unabhängig von Betriebsgröße und möglicher Anbaufläche für Kürbis, abrufen. Genau das soll das Projekt „Entwicklung eines Modells für die überregionale Ernte, Verarbeitung und Vermarktung der Feldfrucht Kürbis im Weinviertel” ermöglichen. Das Projekt wurde 2015 initiiert, von 2015–2017 war es Teil des „Maschinenring Cluster“, in dem alle durch die EU geförderten Maschinenring-Projekte zusammenlaufen. Seit 2018 läuft das Projekt, dank Mithilfe durch die EU, nun eigenständig.

Struktur verteidigen
"Die Landwirtschaft ist der einzige vergemeinschaftete Politikbereich in der EU. Allein deshalb verdient er besondere Aufmerksamkeit bei der Arbeit für Österreich im Europa-Parlament", ist Lukas Mandl, Abgeordneter zum Europäischen Parlament aus Gerasdorf, überzeugt. „Die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe bringen besondere Qualität hervor, weil sie klein und familiär strukturiert sind. Diese Struktur gehört verteidigt und muss auch in Zukunft den Schwerpunkt der EU-Agrarpolitik bilden. Dafür setze mich in den Verhandlungen für das neue EU-Budget im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP mit aller Kraft ein.“

Regionales ankurbeln
Der LEADER Region Weinviertel Ost ist es ein großes Anliegen, die Wertschöpfung aus den regionalen Produkten zu erhöhen. Die EU-Förderstelle sieht ihr Ziel erreicht, wenn die Weinviertler vorrangig Produkte aus der eigenen Region kaufen. Deshalb ermutigt LEADER, möglichst viele Verkaufsstellen für regionale Produkte zu etablieren und so eine flächendeckende Einkaufsmöglichkeit regionaler Produkte für die Bevölkerung zu schaffen. Erst kürzlich wurde das Projekt "Gmoabauernlodn" in Kreuzstetten umgesetzt. LEADER übernahm dabei 40 % der Kosten für die Ausstattung der Lokalität und für bewerbendes Informationsmaterial. LEADER-Obmann Kurt Jantschitsch: „Der Gmoabauernlodn in Kreuzstetten passt genau zu den Zielen unserer Region sowie zur Initiative KOST.bares Weinviertel und unterstützt nachhaltig die Wertschöpfung der Region.“

LEADER macht ländlichen Raum noch lebenswerter
Die LEADER Region Weinviertel Ost setzt sich seit dem Jahr 2007 dafür ein, das Weinviertel weiterzuentwickeln. "Wir möchten dazu beitragen, dass das Weinviertel eine lebenswerte Region ist, wo sich die Menschen zu Hause fühlen und eingebunden sind. Dazu möchte das LEADER-Team mit frischen und innovativen Ideen Impulse setzen", so LEADER-Geschäftsführerin Christine Filipp. Zum Thema ländliche Entwicklung und Landwirtschaft setzt die LEADER Region Weinviertel Ost die meisten Impulse im Bereich der regionalen Produkte. "Unser größtes Projekt ist das KOST.bare Weinviertel (www.kostbares-weinviertel.at). Wesentliches Ziel ist hier die Steigerung der Wertschöpfung aus regionalen Produkten, aber auch die Steigerung der Wertschätzung für regionale Produkte. Herzstück ist die Online-Produkt-Datenbank mit aktuell 2.936 Produkten von 254 Produzenten", ist Filipp stolz. Ein zweiter großer Schwerpunkt ist das LEBENS.werte Weinviertel. Hier geht es vor allem um die Steigerung der Lebensqualität für die Bürger. "Auch da setzen wir gerade ganz viele Impulse mit Projekten", erzählt Christine Filipp.

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