"NO COMMENT" rockten ein letztes Mal. Unwiderruflich.

Noch immer jung und wild: "NO COMMENT", Fan Carlo Wilfing mit CD
  • Noch immer jung und wild: "NO COMMENT", Fan Carlo Wilfing mit CD
  • Foto: Eva Gabriel
  • hochgeladen von Eva-Maria Gabriel

POYSDORF (ega). Im Kulturhaus im Poysdorfer Reichensteinhof gaben sich Roman Beisser, Josef Schick und Martin Schuster ein allerletztes Mal die Ehre, packten nochmals ihre bereits verstaubten Instrumente aus und standen als „NO COMMENT“ erneut auf der Bühne. Viele ehemalige Wegbegleiter und Fans waren gekommen um die Vollendung dessen mit zu erleben, was in einem Wetzelsdorfer Kuhstall 1981 seinen Anfang genommen hatte. Damals war die technische Ausrüstung noch kaum als solche zu bezeichnen, junge Bastler schlossen Kabel an Lautsprecher, Verstärker wollten nicht funktionieren und es gab jede Menge Schwierigkeiten zu bewältigen. Roman Beisser erzählte: „Trotzdem ging früher Vieles noch ganz einfach. Ich hatte einen Text, Josef die Musik und in zwanzig Minuten war ein Song fertig. Auch ohne Noten zu kennen“. 1991 musste das musikalische Projekt dann aus Zeitmangel stillgelegt werden, allerdings mit der damals unvorstellbaren Option, zum 50. Geburtstag von Beisser und Co. nochmals ausgegraben zu werden. So kam es dann auch. Am 24. September 2016 im Kolpinghaus in Poysdorf kam es nach einer kleineren Atempause von 25 Jahren zu einem endgültig letzten großen Auftritt. Seltsamerweise ohne schreiend hellgrün beleuchtete Fluchtwegmarkierungen im Veranstaltungssaal.
Dieses große Finale wurde damals aufgenommen und auf Drängen vieler Konzertbesucher nun als CD und DVD veröffentlicht. Vor der Präsentation der Disketten gaben Beisser, Schick und Schuster noch einige Schmankerln aus ihrer prall gefüllten Erfahrungskiste preis. Die Rocker aus Wetzelsdorf erzählten von Höhen und Tiefen auf der Bühne und Highlights aus 1985 und 1991 wurden liebevoll beleuchtet.
Der Konzertmitschnitt von 2016 wurde in Originallautstärke gezeigt und  CDs gingen als“ Danke schön“ an viele Mitwirkende von früher, die das Projekt „NO COMMENT“ unterstützt und das Entstehen der CD ermöglicht hatten.
Bei Kipferl und Wein feierten Gäste und ehemalige Weggefährten noch lange und ließen sich von der wunderbaren Musik von „NO COMMENT“ mitreißen.

Kommentar: Der Enthusiasmus von einst war bei NO COMMENT noch immer gut zu spüren, die Lust am Erzählen und die Freude am Spielen steckten ungemein an. Das Lebensgefühl von damals, die Aufbruchstimmung, das Ende des kalten Krieges und der Fall des Eisernen Vorhanges machten Mut und Zuversicht für die Zukunft. All das war auch jetzt noch zu merken und erzeugte riesig gute Laune. Und die etwas reiferen Jungs sangen und würgten ihre Strom-Gitarren als hätten sie noch nie etwas anderes getan. Ein sehr feiner Abend.

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