Polizeieinsatz
Verfolgungsjagd quer durch Bezirk Mistelbach

GROSSKRUT. Am Nachmittag des 15. Jänners waren die Autobahnpolizisten aus Großkrut mit Lasermessungen auf der S 1  in Fahrtrichtungen Korneuburg beschäftigt. Ihr mit besonderes Augenmerk lag auf Laserblockern.
Ein Polizist wurde auf einen Pkw mit tschechischem Kennzeichen aufmerksam, da dieser für einige Sekunden nicht messbar war. Sie hielten das Fahrzeug auf der A 5 an. Dabei nahmen sie zwei eingebaute Laserblocker wahr. Die Amtshandlung – dem Lenker wurde die hintere Kennzeichentafel und den Zulassungsschein abgenommen – wurde auf den Parkplatz der Raststation Hochleithen verlegt.
Der Lenker, ein 45-jähriger israelischer Staatsbürger, baute die beiden Laserblocker aus, die vorläufig beschlagnahmt wurden. Kein Einsehen hatte der Mann, dass er seine Strafe zu bezahlen hätte.

Flucht mit Höchstgeschwindigkeit 

Gegen 16.50 Uhr erkundigte sich der Lenker noch einmal, warum er nicht weiterfahren dürfe. Die Polizisten erklärten ihm nochmals, dass er eine Sicherheitsleistung bezahlen müsse. Daraufhin lief der Mann zu dem Fahrzeug und fuhr weg. Die Polizisten versuchten ihm den Weg abzuschneiden, mussten aber davon ablassen, um einen Verkehrsunfall zu verhindern.
Die Beamten leiteten eine Fahndung ein. Der 45-jährige Mann fuhr auf der B 7 in Richtung Kollnbrunn mit weit überhöhter Geschwindigkeit (vermutlich bis zu 200 km/h). Als die Polizisten den Abstand verringerten, führte der Lenker im Ortsgebiet von Kollnbrunn mehrere riskante Überholmanöver durch, wodurch sich der Abstand wieder vergrößerte. Im Ortsgebiet von Gaweinstal dürfte der Mann mit Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h gefahren sein. Bei der Auffahrt Gaweinstal fuhr der Lenker auf die A 5 in Fahrtrichtung Brünn auf. Die Polizisten verfolgten den Pkw mit einer Geschwindigkeit von 220 km/h. Trotzdem vergrößerte sich der Abstand.

Vom Stau gebremst

Bei Straßenkilometer 32 geriet der Lenker in einen Stau und versuchte über den Pannenstreifen an dem Stau vorbeizukommen. Die anderen Verkehrsteilnehmer wichen jedoch auf den Pannenstreifen aus, um den nachfahrenden Streifenwagen mit Folgetonhorn und Blaulicht Platz zu machen. Der 45-Jährige musste den von ihm gelenkten Pkw verkehrsbedingt anhalten. Der Lenker wurde aufgefordert, das Fahrzeug zu verlassen. Der Mann machte keine Angaben und wurde der Staatsanwaltschaft Korneuburg wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach wegen zahlreicher Übertretungen angezeigt. Ihm wurde der Führerschein vorläufig abgenommen und er muss eine hohe Sicherheitsleistung bezahlen. Sein Beifahrer, ein 42-jähriger israelischer Staatsbürger, gab an, dass er nicht wusste, worum es bei der Amtshandlung in Hochleithen gegangen sei und er auf der Flucht Angst um sein Leben gehabt hätte. Er habe den Lenker während der Fahrt öfters zum Anhalten aufgefordert oder zumindest nicht so schnell zu fahren.

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