Vorzeigeprojekt in Ladendorf: Carsharing mit Elektroautos

Im Rahmen der Klima- und Energiemodellregion Leiser Berge wurde in Ladendorf ein Projekt zur gemeinschaftlichen Nutzung von Elektroautos realisiert: ab sofort nutzen 30 Gemeindebewohner zwei Elektroautos gemeinschaftlich. Gleichzeit wurden zwei Ladesäulen in Ladendorf und Neubau installiert. Bei der offiziellen Eröffnung mit Landesrätin Dr.in Petra Bohuslav stellten Bürgermeister Thomas Ludwig und Regionsmanager Georg Hartmann das nachhaltige Mobilitätsprojekt der Öffentlichkeit vor.

Jeweils 15 Personen in Ladendorf und in Neubau nutzen seit kurzem gemeinsam die beiden neuen Elektroautos in der Gemeinde: Eine Reservierungsplattform ermöglicht einfach und bequem online-Buchungen mit dem PC, Tablet oder per Smartphone.

Der Mitgliedsbeitrag für beide Fahrzeuge beträgt 100,- Euro/Haushalt, für jeden Kilometer sind 15 Cent zu entrichten - darin sind alle Kosten (Versicherung, Strom, Instandhaltung, etc.) enthalten. Carsharing erfreut sich wachsender Beliebtheit, weil die Kosten für Mobilität damit wesentlich gesenkt werden können und Elektroautos keine schädlichen Abgase ausstoßen. Die Erfahrung aus anderen Gemeinden zeigt, dass die Elektroautos rund 36.000 bis 40.000 km pro Jahr zurücklegen werden. Damit können in Summe rund 5 Tonnen CO² eingespart werden. Anmeldungen zum Carsharing-Projekt sind auch weiterhin möglich.

Der zuständige Bürgermeister Thomas Ludwig sieht vor allem zwei entscheidende Vorteile: „Dank der Unterstützung von unseren Gemeindebürgerinnen und –bürgern können wir dieses Vorhaben mit überschaubaren Kosten umsetzen. Gleichzeitig werden die Mobilitätskosten für die teilnehmenden Gemeindebürger entlastet. Es profitieren also beide Seiten davon. Einen weiteren entscheidenden Vorteil sehe ich hinsichtlich des Umweltaspektes – bei uns in der Gemeinde produzieren Windkraftanlagen sauberen Strom, daher ist es für mich sonnenklar, dass wir diese saubere Energie auch für unsere Mobilität nutzen, ohne dabei die Umwelt zu belasten.“

Für die Umsetzung zeichnet der zuständige Klima- und Energiemodellregionsmanager für die Region Leiser Berge, Georg Hartmann, verantwortlich. Sein Resümee nach der erfolgreichen Umsetzung: „Der gesamte Gemeinderat stand von Beginn an hinter diesem Vorhaben und wird damit zum Vorbild für andere Gemeinden, die ähnliche Projekte planen. Der Sektor Verkehr ist für rund ein Drittel der CO2 Emissionen verantwortlich, die Elektrifizierung des Verkehrssektors ist eine Voraussetzung, um globale Klimaziele erreichen zu können. Die Elektromobilität wird wesentlich dazu beitragen.“

„Aktuell haben mehr als 60 heimische Gemeinden das e-Carsharing für sich entdeckt und auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur vorangetrieben“, freut sich Wirtschaftslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav. „Die Niederösterreichische Wirtschaft lebt von Innovationen wie e-Carsharing eine ist. Das eröffnet unseren Unternehmen neue Geschäftsfelder in diesem Dienstleistungsbereich, ermöglicht Niederösterreich zusätzliche Wertschöpfung und macht unser Bundesland zugleich zur Vorzeigeregien im Bereich e-Mobilität.“

Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für alle niederösterreichbezogenen Fragestellungen zum Thema e-Mobilität ist die Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich“, die durch ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, umgesetzt wird. ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki: „Ladendorf ist ein perfektes Beispiel für die erfolgreiche Etablierung von e-Mobilität in einer Gemeinde – einerseits das attraktive e-Carsharing-Modell, andererseits die beiden neuen Ladesäulen, die ja allen Besitzern von e-Fahrzeugen zur Verfügung stehen. Und das ist wichtig, denn ich sehen im e-Carsharing auch einen Türöffner für die Akzeptanz-Steigerung in der Bevölkerung und hier leisten die Verantwortlichen der e-Carsharing-Lösungen hervorragende Arbeit!“

Autor:

Marina Kraft aus Mistelbach

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