Abbiege-Systeme
Wenn ein „Piep" Leben rettet: Abbiege-Systeme für LKW

<f>Hannes Huf </f>ist stets um die Verbesserung der Sicherheit seiner Lkws bemüht.
  • <f>Hannes Huf </f>ist stets um die Verbesserung der Sicherheit seiner Lkws bemüht.
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  • hochgeladen von Karina Seidl-Deubner

BEZIRK MISTELBACH. Ein 9-Jähriger ist auf dem Weg zur Schule. Ein Lkw-Fahrer liefert seine Ladung aus. Er biegt in eine Straße ein, die der Bub im selben Moment auf dem Zebrastreifen quert. Doch der tote Winkel macht ihn für den Lkw-Fahrer unsichtbar. Und kostet ihn sein Leben. Diese Szene hat sich vor Kurzem in Wien abgespielt. Seitdem fordern unter anderem Eltern, Politiker und die Volksanwaltschaft den verpflichtenden Einbau von Abbiege-Assistenten. 1.200 Euro, die Leben retten können.

Spediteure dafür

Beim Gerasdorfer Transportunternehmen Alpha-Huf wären rund 35 Lkws über 7,5 Tonnen von den Maßnahmen betroffen. Der geschäftsführende Gesellschafter Hannes Huf hält es grundsätzlich für sinnvoll, alle Lkws nachzurüsten.
Die Kosten für eine Nachrüstung belaufen sich zwischen 1.200 bis 1.500 Euro. Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Angebote. "Es ist davon auszugehen, dass auch eine Freigabe des Lkw-Herstellers notwendig sein wird und dadurch die Kosten steigen", ist Huf überzeugt. Alleine für seinen Betrieb ist das eine Investitionssumme von über 50.000 Euro. Vor allem bei älteren Lkw muss man die kürzere Nutzungsdauer der Maßnahme in Rechnung stellen.
"Grundsätzlich arbeiten wir im Transportgewerbe von je her an der Erhöhung der Sicherheit. Wir haben uns bereits vor zehn Jahren mit dem Thema toter Winkel in Form von Schulung und der Auswahl besserer Spiegel beschäftigt", betont Hannes Huf.

Vorbildwirkung

"Wir werden sicherlich nicht die Letzten sein, die umrüsten", ist sich Mistelbachs Bürgermeister Alfred Pohl seiner Vorbildwirkung als Kommune bewusst. Natürlich will man vorbeugen, doch ist es für die Stadtgemeinde ein geringerer finanzieller Aufwand, weil der von den Maßnahmen betroffene Fuhrpark eher überschaubar ist. Generell hält er es für ein eher urbanes Thema, ebenso wie Bezirkspolizeikommandant Florian Ladengruber: "Mir ist aus dem letzten Jahr kein derartiger Unfall in Mistelbach bekannt."
Monika Despotovic, Mutter eines Siebenjährigen und aktive Schülerlotsin aus Münichsthal, begrüßt den Vorschlag: "Es ist bekannt, dass es einen großen toten Winkel bei Lkw gibt. Da ist der serienmäßige Einbau eine sinnvolle Verbesserung der allgemeinen Sicherheit." Sie wünscht sich aber auch eine gezielte Schulung und Sensibilisierung der Kinder.

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